KTM: Moto2-Kundenteam für 2018 so gut wie gestorben

Von Günther Wiesinger
Moto2
Miguel Oliveira auf der Moto2-KTM: Es soll bei zwei Piloten in dieser Klasse bleiben

Miguel Oliveira auf der Moto2-KTM: Es soll bei zwei Piloten in dieser Klasse bleiben

Wenn Teammanager Fred Corminboeuf nicht hurtig einen neuen Siegfahrer aus dem Hut zaubert, werden die Moto2-Kundenteam-Pläne von KTM für 2018 beerdigt.

Der Wechsel von Tom Lüthi in die MotoGP-WM zu Marc VDS Honda zeigt für das Schweizer Moto2-Team von Olivier Métraux bereits erste Auswirkungen. Das binnen zwölf Monaten nach Domi Aegerter das zweite Aushängeschild verloren geht und momentan nur Jesko Raffin (5 Punkte 2017) und das vermeintliche Talent Iker Lecuona (null Punkte in 12 Rennen) im Aufgebot stehen, wird KTM aller Voraussicht nach auf die Bildung eines Kundenteams für 2018 verzichten und sich weiter auf das Red Bull KTM-Werksteam von Aki Ajo mit dem schlagkräftigen Fahrerduo Miguel Oliveira und Brad Binder konzentrieren.

Denn bei der Suche nach einer neuen Nummer 1 ist Teammanager Fred Corminboeuf, der Lecuona einst für den neuen Marc Márquez hielt, bisher nicht fpndg geworden. Der Markt an Siegfahrern ist ausgedünnt. Sam Lowes hat 300.000 Euro Jahresgage verlangt, diese Summe würde das arg strapazierte Budget des Teams bei weitem sprengen, denn Tom Lüthi nimmt Interwetten zu Marc VDS mit. Ein Geldgeber, der von ihm und seinem Manager Dani Epp in die CarXpert-Ehe mitgebracht wurde.

Auch Sandro Cortese, immerhin 2012 mit KTM Weltmeister in der Moto3-WM, hat sich bei KTM und Corminbeouf angeboten, weil in das Forward Team mit der Zusage auf die Folter spannt.

Aber ein fahrerisches Kaliber wie Tom Lüthi ist nicht in Sicht.

Und bei KTM war immer klar: Kundenteam ja, aber nur mit einem Fahrer mit Aussichten auf die Top-5 der Moto2-WM.

Das Schweizer Team fuhr bis Ende 2014 auf Suter, seither knapp drei Jahre bei Kalex. Dort wird wohl auch für 2018 wieder verhandelt werden müssen. Obwohl auch Suter Industries auf ein zusätzliches Team scharf wäre...

«Wir haben genug andere Projekte, die wir konsolidieren müssen. Wir müssen die MotoGP-Maschine weiterentwickeln und in der Moto3-WM wieder ganz an die Spitze kommen», sagt Motorsport-Direktor Pit Berer. «Es kann uns ja niemand langsames Wachstum vorwerfen. Wir sind 2012 mit drei Technikern bei Aki Ajo gestartet und haben jetzt 80 Mitarbeiter bei jedem Grand Prix im Fahrerlager.»

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