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Zielsicher: Kalex steuert auf 200. Moto2-WM-Sieg zu

Von Thomas Kuttruf
In der Moto2 hat sich ein WM-Dreikampf mit Gonzalez, Moreira und Canet entwickelt. Alle drei steuern ein Bike mit Kalex-Chassis. Alex Baumgärtel über die wichtigsten Erfolgsfaktoren vor einem möglichen Jubiläumsrennen.

Nach einer hart umkämpften WM-Saison 2024, an deren Ende sich der deutsche Fahrwerksspezialist in der Konstrukteurswertung wieder einmal gegen Boscoscuro durchsetzen konnte – der Fahrertitel dank Ai Ogura aber an die Konkurrenz ging – hat sich die laufende Saison erneut zu einer großen Kalex-Erfolgsgeschichte entwickelt.

Von einem Kopf-an-Kopf-Rennen wie im vergangenen Jahr, bei dem phasenweise die Konstruktion von Luca Boscoscuro in Front lag, kann 2025 keine Rede mehr sein. In den bislang 14 Rennen fuhren Kalex-Piloten 330 WM-Zähler ein. Der einzige wirkliche Gegenspieler, Boscoscuro, hält bei 190 und gerade einmal 13 Punkte sind für die dritte Kraft Forward notiert.

Zu Beginn des Jahres sah es dabei erneut nach einem harten Schlagabtausch aus. Zwei der ersten drei Rennsiege gingen an Jake Dixon und die erst Ende 2024 von Kalex zu Boscoscuro gewechselte Marc-VDS-Mannschaft. Doch das war es dann auch bereits. Alle weiteren 12 Erfolge gingen auf das Konto von Kalex – und als Qualitätsbeweise an gleich eine ganze Salve von Piloten.

Nicht nur WM-Tabellenführer Manuel Gonzalez ließ sich als Sieger feiern, auch Aron Canet, Diogo Moreira, Senna Agius, Joe Roberts, Deniz Öncü und zuletzt Moto3-Champion David Alonso standen ganz oben auf dem Siegerpodest.

Von einer haushohen Überlegenheit will Kalex-Chef Alex Baumgärtel aber keinesfalls sprechen. Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com sagte der Kalex-Verantwortliche: «Die Klasse bleibt eisenhart. Wenn wie zuletzt in Ungarn 25 Piloten innerhalb einer Sekunde unterwegs sind, dann entscheidet in letzter Konsequenz der beste Fahrer. Wenn wir aktuell einen Vorteil haben, dann den, dass unsere Fahrer offensichtlich im Qualifying noch eine Spur mehr Vertrauen ins Paket haben – und einen Tick härter pushen können.»

Baumgärtel weiter: «Eine Startplatz vorne ist das Wichtigste bei dieser Konkurrenz. Aber darüber entscheidet auch die optimale Zusammenarbeit zwischen Team und Fahrer. Es kommt auf das noch so kleinste Detail an – und das kann eben über eine Renndistanz die entscheidenden zwei Sekunden bringen, um sich in Szene zu setzen.»

Paradebeispiel: David Alonso. Über die Distanz des Balaton-GP funktionierte das Bike des von Startplatz 8 losgefahrenen Kolumbianers nicht besser als die Hardware der Konkurrenz, doch zu allem entschlossen, reichten Alsono 0,18 sec mehr Speed in der schnellsten Runde und 100 Prozent Risiko für den ersten Moto2-Sieg.

Laut Alex Baumgärtel ist das gegenwärtige Kräfteverhältnis bei den Moto2-Herstellern das Resultat der Arbeit von 2024: «Wir haben es geschafft in der zweiten Jahreshälfte das Verständnis für die Pirelli-Reifen gehabt. Das war ausschlaggebend für die Entwicklung unseres 2025er-Chassis. Erst das in Kombination hat es möglich gemacht wieder einen Schritt zu setzten.»

Mit Blick auf den anstehenden Catalunya-GP verriet der Ingenieur fast beiläufig: «Barcelona stellt als Low-Grip-Strecke wieder besondere Anforderungen doch nach aktuellem Stand sollten wir damit gut klarkommen und wenn es alles passt dann wäre es unser 200. Sieg.»

Spannend: Während es beim ersten Moto2-Match im Sommer 2024 einen Doppelsieg für die MSi-Mannschaft auf Boscoscuro-Motorrädern gab, revanchierten sich die Kalex-Vertreter beim Saisonfinale im Herbst mit einem Dreifach-Sieg.

WM-Stand nach 14 von 22 Rennen:

1. Manuel Gonzalez, 204 Punkte. 2. Aron Canet 179. 3. Moreira 173. 4. Baltus 147. 5. Dixon 132. 6. Vietti 106. 7. Öncü 100. 8. Arenas 96. 9. Agius 93. 10. Ramirez 89. 11. Holgado 87. 12. Roberts 80. 13. Salac 79. 14. Alonso 68. 15. Guevara 62.

Konstrukteurs-WM:
1. Kalex 333. 2. Boscoscuro 190. 3. Forward 13

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