Ezpeleta: «Keine Pappfiguren auf den Tribünen»

Von Otto Zuber
MotoGP
Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta

Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta

Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta erwartet am 19. Juli einen spannenden MotoGP-Saisonauftakt – auch wenn die Rennen vorerst vor leeren Zuschauerrängen über die Bühne gehen werden.

Beim MotoGP-Promoter laufen die Vorbereitungen auf den Saison-Restart der WM-Klassen auf Hochtouren, entsprechend vollgestopft ist der Terminkalender von Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta. Trotzdem nahm sich der Spanier unlängst die Zeit, um im Marca-Interview über den anstehenden Saison-Restart zu sprechen, der für das Wochenende des 19. Juli auf dem Jerez-Rundkurs geplant ist.

Der 73-Jährige aus Barcelona erwartet trotz aller Corona-Querelen eine aufregende WM 2020: «Es wird eine hart umkämpfte WM werden, die weniger Rennen als erwartet umfassen wird. Deshalb müssen die Fahrer noch vorsichtiger sein, um keine Verletzungspause oder Nuller zu riskieren. Sie müssen ihre Kräfte einteilen. Und 2021 kommen wir stärker aus dieser Krise heraus, nach allem, was passiert ist. Wir müssen demonstrieren, dass wir die Stärke und die Fähigkeit besitzen, um das Ganze hinter uns zu lassen.»

«Die Sponsoren bleiben an Bord und wollen mit uns weitermachen, nun müssen wir schauen, dass wir die Löhne bei verschiedenen Teams garantieren können. Vielleicht durch kleinere Sponsoring-Deals, aber auch durch das Einfrieren der Regeln für zwei Jahre, sodass bei den Investitionen gespart werden kann», betont Ezpeleta, der beim Entwicklungsstopp noch mehr Voreile erkennt.

Denn durch das Einfrieren der Regeln haben die kleineren Teams die Gelegenheit, auf die grossen Werksteams aufzuholen. Ezpeleta erklärt: «Hätten wir die Entwicklung nicht eingefroren, dann würde sich die Lücke zwischen den Werksmannschaften und den Satelliten-Teams noch weiter vergrössern. Das Einfrieren erlaubt es uns, dem Sponsoren-Schwund in den kleineren Teams entgegenzuwirken, aber auch, ein ausgeglicheneres Kräfteverhältnis zu schaffen. KTM und Aprilia stehen verschiedene Motoren und Tests zur Verfügung, um etwas aufzuholen.»

Und der Spanier stellt mit Blick auf die leeren Tribünen, vor denen zumindest die ersten WM-Runden stattfinden sollen, fest: « Die Teams leben von den Einnahmen, die sie bei den Rennen generieren, deshalb mussten wir ihnen auch helfen, als wir die Meisterschaft unterbrochen haben. Entscheidend sind die TV-Rechte, dank derer wir überhaupt Geisterrennen veranstalten können. Wir werden auch keine Pappfiguren auf den Tribünen verteilen, weil diese leer bleiben. Vielmehr werden wir uns darauf konzentrieren, auf der Strecke ein Racing-Spektakel zu bieten.»

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