Mike Leitner (KTM): «6. Platz von Le Mans verbessern»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Mike Leitner mit Pol Espargaró

Mike Leitner mit Pol Espargaró

Mike Leitner, Race Manager von Red Bull KTM, will vor der vierten MotoGP-Saison der Österreicher nicht über Podestplätze reden. «Denn ich weiß, wie hart diese Liga ist.»

Red Bull-KTM-Race Manager Mike Leitner besuchte am Mittwoch in Spielberg seine beiden MotoGP-Schützlinge Brad Binder und Miguel Oliveira, die im Rahmen einer «Go with your Pro»-Promotions-Veranstaltung auf der 4,318 km langen GP-Strecke einige Runden mit KTM-Moto2-GP-Maschinen aus dem Jahr 2018 fuhren, die noch mit Honda CBR600RR-Vierylinder-Motoren ausgerüstet sind. Den ersten MotoGP-Test seit Katar (22. bis 24. Februar) wird dieses Duo wird am 23./24. Juni in Misano absolvieren – gemeinsam mit Ducati-MotoGP-Testfahrer Michele Pirro und Aprilia Racing mit Aleix Espargaró und Bradley Smith. Im Juli wird Dani Pedrosa außerdem einen Test auf dem Automotodrom in Brünn absolvieren, wo am 9. August der dritte WM-Lauf stattfiundet.

Red Bull KTM hat in der MotoGP-WM in drei Jahren bisher 21 Top-Ten-Plätze erreicht, zwölf davon durch Pol Espargaró. Als bestes Quali-Ergebnis steht Platz 2 in Misano 2019 durch den Spanier zu Buche; auch das beste Einzelergebnis hat der KTM-Teamleader erreicht – mit Rang 6 in Le Mans 2019.

Firmenchef Stefan Pierer verfolgt in der «premier class» ehrgeizige Ziele. Er bezeichnet Suzuki gerne als «benchmark», weil die Japaner im zweiten Jahr nach der Rückkehr in Silverstone mit Maverick Viñales bereits einen GP-Sieg verzeichnet haben. Er hätte am liebsten schon 2019 um Podestplätze gefightet, aber der als neues Zugpferd engagierte Johann Zarco schaffte nur einen Top-Ten-Platz – als Zehnter beim Catalunya-GP. Ab dem Misano-GP 2019 gingen KTM und der Franzose getrennte Wege.

Deshalb fährt 2020 neben Pol Espargaró der letztjährige Moto2-Vizeweltmeister Brad Binder (24) für das Red Bull KTM Factory Team. Und den für Binder reserviert gewesenen Platz beim Tech3-Kundenteam von Hervé Poncharal hat der erst 20-jährige Rookie Iker Lecuona übernommen.

Pol Espargaró hatte sich schon für die Saison 2019 einen Platz unter den Top-6 als Ziel gesetzt. Nach dem elften WM-Rang mit genau 100 Punkten (doppelt so viele wie 2018) hat er sich für die kommende Saison wieder einen Gesamtrang unter den ersten sechs vorgenommen – dabei befinden sich jetzt 18 Maschinen des Jahrgangs 2020 im 22 Fahrer starken MotoGP-Feld.

«Als Rennfahrer darf man sich so hochgesteckte Ziele setzen», meint Mike Leitner, der als GP-Pilot in der 125-ccm-Weltmeisterschaft selbst zwei vierte GP-Ränge erkämpft hat (1987 und Le Mans und Estoril). «Aber ich weiß, wie hart diese Liga ist. Deshalb sage ich, wir müssen zuerst einmal den sechsten Platz von Le Mans im Trockenen verbessern und mehr einstellige Ergebnisse einfahren als im Vorjahr.»

In der Saison 2019 brauste Pol Espargaró insgesamt bei acht Gelegenheiten in die Top-Ten, sechsmal blieb das Resultat einstellig. Und Miguel Oliveira steuerte beim Heim-GP von KTM und Red Bull in Spielberg mit Rang 8 ein weiteres einstelliges Ergebnis bei.

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