Valentino Rossi (Yamaha/4.): «Misano immer großartig»

Von Isabella Wiesinger
MotoGP
Valentino Rossi: Bestzeit im FP3

Valentino Rossi: Bestzeit im FP3

Die begeisterten 10.000 Zuschauer spornten Valentino Rossi in Misano besonders an. Im FP3 gelang ihm erstmals seit Katar 2019 eine Session-Bestzeit. Jetzt wil er wie in Jerez (P3) aufs Podest.

Der neunfache Weltmeister Valentino Rossi glänzte am Samstag in Misano im FP3 mit einer überragenden Bestzeit. Im Rennen startet der 41-jährige Yamaha-Star bei seinem Heim-Grand-Prix auf dem «Misano World Circuit Marco Simoncelli» am Sonntag vom vielversprechenden vierten Platz.

«Heute hatte ich einen super Tag, besonders der Vormittag war fantastisch», freute sich der Monster Energy Yamaha MotoGP-Werkspilot am Samstag. «Das FP3 und das Qualifying in Misano fühlen sich immer großartig an, weil die Menge zu Hause tobt. Ich hatte heute eine gute Pace und die Yamaha sind stark. Es ist wichtig, dass wir an die Spitze zurückkommen, nachdem die beiden Rennen in Österreich sehr schwierig für uns waren.»

«Am Nachmittag haben wir dann ein paar Dinge ausprobiert und es lief nicht mehr so gut wie zuvor. Wir müssen noch ein paar Sachen anpassen. Vor allem die Reifenwahl stellt eine Herausforderung dar.»

Honda-Testfahrer Stefan Bradl, der in Italien erneut für den verletzen Marc Márquez bei Repsol fährt, hat am Freitag die neue Funk-Kommunikation zwischen Fahrer und Race Direction getestet, die möglicherweise in Zukunft in der MotoGP eingeführt wird.

Obwohl Valentino Rossi ein Rennfahrer der alten Schule ist, hält er diese Neuerung für eine gute Sache, auch wenn viele Leute sagen, dass die Funkverbindung die MotoGP zerstören würde, weil sie dann genau so langweilig werde, wie die Formel 1.

«Das sehe ich anders, ich mag sie sehr», erklärte der Italiener. «Ich halte sie für einen tollen Fortschritt in der MotoGP. Der Vorteil der MotoGP im Vergleich zur Formel 1 ist, dass die Rennen mehr Spass machen, weil die Kämpfe zwischen den Fahrern wilder sind. Bei der Formel 1, dem erfolgreichsten Motorsport der Welt, geht es darum, das Auto mit dem höchsten Speed zu bauen. Man hat aber oft einige Runden, in denen gar nichts passiert und das ist langweilig – und ganz anders als in der MotoGP. Da hilft es natürlich, wenn man hört, was sich Team und Fahrer währenddessen gegenseitig erzählen. Der Grund, warum die MotoGP lustiger ist als die Formel 1, ist also nicht die Funk-Kommunikation. Diese würde die DNA unseres Sports nicht verändern.»

Außerdem geht es vorläufiug nur um Sicherheits-relevante Informationen, also zum Beispiele Hinweise der Race Direction auf Gefahrenstellen nach Crashes und auf gelbe Flaggen.

Viele MotoGP-Piloten klagten über die Unebenheiten auf der Strecke in Misano. Für Rossi kein Grund zur Sorge. «Klar, die Strecke hat ein paar Beulen, aber gleichzeitig auch einen grossartigen Grip», erklärte er. «Man muss natürlich aufpassen, aber mein Rennen werden diese 'bumps' nicht arg beeinflussen.»

Das Ziel des 41-jährigen Haudegens für das MotoGP-Rennen am Sonntag ist es, ums Podium zu kämpfen. «Die Yamaha haben eine super Pace hier, vor allem Viñales und Quartararo sind seit Freitag extrem schnell. Wir müssen uns im Vergleich zu heute noch ein wenig steigern und dann einen super Start hinlegen.»

Ergebnisse Misano, 12.9., MotoGP, Q2:

1. Viñales, Yamaha, 1:31,411 min
2. Morbidelli, Yamaha, 1:31,723
3. Quartararo, Yamaha, 1:31,791
4. Rossi, Yamaha, 1:31,877
5. Miller, Ducati, 1:32,052
6. Bagnaia, Ducati, 1:32,054
7. Rins, Suzuki, 1:32,090
8. Mir, Suzuki, 1:32,102
9. Dovizioso, Ducati, 1:32,184
10.
Zarco, Ducati, 1:32,218
11. Pol Espargaró, KTM, 1:32,266
12. Oliveira, KTM, 1:32,323

Die weitere Startaufstellung:
13. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:32,295
14. Nakagami, Honda, 1:32,382
15. Petrucci, Ducati, 1:32,418
16. Binder, KTM, 1:32,534
17. Rabat, Ducati, 1:32,791
18. Lecuona, KTM, 1:32,838
19. Bradl, Honda, 1:32,915
20. Smith, Aprilia, 1:33,166
21. Alex Márquez, Honda, 1:33,333

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