Nach vier Stürzen an drei Testtagen kam Brad Binder in Katar ins Grübeln. «Das Vorderrad hat die Tendenz zum Wegrutschen», klagt er. «Ich habe es komplett vermurkst.»
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Brad Binder hat 2020 bereits bei seinen dritten MotoGP-Einsatz seinen ersten Sieg in der Königsklasse errungen. Aber seit dem Erfolg in Brünn am 8. August gleicht seiner Performance einer Achterbahnfahrt. Der Red Bull-KTM-Werksfahrer tauschte dann seinen Crew-Chief Sergio Verbena (jetzt bei Tech3 und Petrucci) gegen Andres Madrid. Doch die schwankenden Leistungen setzen sich jetzt bisher bei den Tests in Doha fort. Der Südafrikaner steht vor einem Rätsel.
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"Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt an jedem einzelnen Testtag gestürzt bin", grübelte der Moto3-Weltmeister von 2016. "Das beunruhigt mich ein bisschen. Der Mittwoch war wieder ein Tag voller Herausforderungen. Ich habe am Nachmittag recht gut begonnen. Aber dann habe ich wieder einen kleinen Crash fabriziert, und wieder ist es im Turn 2 passiert." Doch Binder lässt sich nicht unterkriegen. "Obwohl der erste Testtag am Mittwoch am Ende ein kleiner Schock war, haben wir auch positive Hinweise erhalten", stellte Binder fest. "Immerhin haben wir eine Richtung für den zweiten Tag hier gefunden. Ich weiß, dass ich mich selbst verbessern muss. Und wir haben eine gute Idee, was wir beim Set-up ändern müssen."
Warum passierte dieser insgesamt vierte Sturz an drei Tagen – und warum immer in Kurve 2? Binder: "Die Daten zeigen, dass ich offenbar ein bisschen zu spät gebremst habe. Dadurch hat das Vorderrad blockiert. Das war etwas Pech, denn alle meine Stürze in Doha hatten ein ähnliches Muster. Ich muss mich nach dreieinhalb Monaten einfach wieder besser an das MotoGP-Bike gewöhnen. Ich muss beim Fahren an den wichtigen Stellen präziser agieren. Aber es lässt sich jetzt nicht mehr ändern. Shit happen’s. Am Donnerstag geht die Arbeit weiter…"
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Brad Binder verlor als 20. am Mittwoch mehr als 2 sec auf die Bestzeit, auch seine Rennpace schaut bisher nicht gerade verheißungsvoll aus. "Wir haben bisher keine wirklich gute Runde zustande gebracht, ich habe es komplett vermurkst. Denn nach jedem Crash musste ich an jedem der bisherigen drei Tage meinen letzten Reifensatz sehr früh montieren lassen, immer unmittelbar nach dem Sturz. Das ist nie eine großartige Methode. Ja, wir haben Mühe. Leider. Ich muss mich besser an die Anforderungen dieser Strecke anpassen und rausfinden, was ich anders machen muss. Der Losail Circuit war immer schon eine mühselige Piste für mich, auch in den kleinen Kategorien. Aber ich bin überzeugt, dass wir uns noch deutlich steigern können. Mit ein paar kleinen Schritten können wir deutlich besser werden."
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Wie klappt die Zusammenarbeit mit dem neuen Crew-Chief Andres Madrid, der bisher keine MotoGP-Erfahrung hat? "Andres war in der Moto2 im Ajo-Team drei Jahre lang mein Crew-Chief. Er war es auch, als ich die Moto3-WM 2016 gewonnen habe. Wir kennen uns also sehr lange. Es ist wirklich gut und cool, dass er wieder in meiner Ecke sitzt. Wir kennen uns gegenseitig sehr gut. Der Übergang ist sehr sanft und problemlos verlaufen. Kein Problem, nicht das Geringste."
Wo verliert Brad Binder momentan die meiste Zeit? "Ich vermisse die Fähigkeit, das Motorrad rechtzeitig abzubremsen und dann wieder so schnell wie möglich aufzurichten, um die Power auf die Fahrbahn zu bringen. Ich habe das Gefühl, ich fahre im Moment in jeder Kurve zu rund. Das kostet Zeit, weil ich die Motorleistung der KTM nicht nutzen kann. Daran arbeiten wir im Moment am meisten. Momentan belaste ich das Vorderrad zu stark, ich fühle mich da nicht locker und frei genug. Das Vorderrad rutscht zu oft und zu früh weg. Das Motorrad und das Set-up sind sehr ähnlich wie im Vorjahr. Aber ich mute dem Vorderrad zu viel zu. Das funktioniert gut, wenn alles perfekt abgestimmt ist. Aber es sieht so aus, als hätten wir an der Front mit dem aktuellen Set-up wenig Spielraum: Wenn du es ein bisschen übertreibst, klappt das Vorderrad ein. Doch ich bin sicher, wir werden uns am Donnerstag klar steigern." MotoGP-Test Katar, 10. März
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