Danilo Petrucci (KTM/19.): «Jeder hat mich überholt»

Von Otto Zuber
MotoGP
Tech3-KTM-Teamneuling Danilo Petrucci ging auch beim zweiten Rennen in Katar als Neunzehnter leer aus. Der Italiener beschrieb hinterher, mit welchen Problemen er zu kämpfen hatte.

Für Danilo Petrucci, der beim Saisonauftakt ein frühes Aus hinnehmen musste, verlief auch das zweite Kräftemessen der MotoGP-Klasse auf dem Losail International Circuit nicht nach Wunsch. Der Neuling aus dem Tech3-KTM-Team musste von Startplatz 17 losfahren, im Rennen kämpfte er auf den Geraden mit stumpfen Waffen und am Ende musste er sich mit dem 19. Platz begnügen.

Während der 22-Runden-Hatz geriet er auch noch mit LCR-Honda-Pilot Takaaki Nakagami zusammen, wie der Italiener nach dem Zieleinlauf in seiner Medienrunde schilderte. «Ich versuchte, wenigstens ein Überholmanöver zu schaffen, denn ausser auf den Geraden war Taka deutlich langsamer als ich. Ich habe ihn überholt, aber auf den Geraden zog er immer wieder an mir vorbei. Dann hat er in der Kurve mein Winglet erwischt.»

Der fehlende Speed auf den Geraden quälte Petrucci auch im Kampf gegen die anderen Gegner. «Sicherlich wussten wir, dass das Rennen schwierig werden könnte, aber wir hatten nicht erwartet, dass es so mühsam werden würde. Jeder hat mich auf den Geraden überholt, alle konnten vorbeiziehen, ich war einfach zu langsam. Das ist ein Problem, im Vergleich zu den anderen KTM habe ich auf der Zielgeraden immer drei Zehntel verloren», klagte er.

Und der 30-Jährige aus Terni fügte an: «Für mich war es ein wirklich schwieriger Grand Prix. Wir haben schon in den freien Trainings festgestellt, dass die Reifen zu stark beansprucht werden. Im Rennen hatte ich dann wirklich mit dem Bike zu kämpfen. Ich habe trotzdem Gas gegeben, aber auf der Start-Ziel-Geraden habe ich dann alles wieder verloren, was ich im Infield herausgefahren hatte.»

«Das Bike funktioniert gut, aber wir verlieren einfach beim Beschleunigen zu viel Zeit, auch beim Top-Speed haben wir Defizite», beschrieb Petrucci seine Probleme. «Ich konnte nicht mit den Top-Jungs mithalten, jeder zog vorbei. Auf der Bremse sind wir gut unterwegs, aber ich kam immer mit zu viel Speed in die Kurve und ab der dritten Runde waren die Reifen schon sehr heiss. Daran müssen wir arbeiten.»

Ergebnisse MotoGP-Rennen Katar, 4. April 2021:

1. Fabio Quartararo, Yamaha, 42:23,997 min
2. Johann Zarco, Ducati, +1,457 sec
3. Jorge Martin, Ducati, +1,500
4. Alex Rins, Suzuki, +2,088
5. Maverick Vinales, Yamaha, +2,110
6. Pecco Bagnaia, Ducati, +2,642
7. Joan Mir, Suzuki, +4,868
8. Brad Binder, KTM, +4,979
9. Jack Miller, Ducati, +5,365
10. Aleix Espargaró, Aprilia, +5,382
11. Enea Bastianini, Ducati, +5,550
12. Franco Morbidelli, Yamaha, +5,787
13. Pol Espargaró, Honda, +6,063
14. Stefan Bradl, Honda, +6,453
15. Miguel Oliveira, KTM, +8,928
16. Valentino Rossi, Yamaha, +14,246
17. Takaaki Nakagami, Honda, +16,241
18. Luca Marini, Ducati, +16,472
19. Danilo Petrucci, KTM, +16,779
20. Lorenzo Savadori, Aprilia, +38,775
– Alex Márquez, Honda, 10 Runden zurück
– Iker Lecuona, KTM, 10 Runden zurück

Stand Fahrer-WM nach 2 von 19 Rennen:

1. Zarco, 40 Punkte. 2. Quartararo 36. 3. Vinales 36. 4. Bagnaia 26. 5. Rins 23. 6. Mir 22. 7. Martin 17. 8. Aleix Espargaró 15. 9. Miller 14. 10. Pol Espargaró 11. 11. Bastianini 11. 12. Binder 10. 13. Bradl 7. 14. Rossi 4. 15. Morbidelli 4. 16. Oliveira 4. 17. Marini 0. 18. Lecuona 0. 19. Nakagami 0. 20. Savadori 0. 21. Petrucci 0.

Stand Marken-WM:

1. Yamaha, 50 Punkte. 2. Ducati 40. 3. Suzuki 26. 4. Aprilia 15. 5. KTM 11. 6. Honda 11.

Stand Team-WM:

1. Monster Energy Yamaha, 72 Punkte. 2. Pramac Ducati 57. 3. Suzuki Ecstar 45. 4. Ducati Lenovo 40. 5. Repsol Honda 18. 6. Aprilia Gresini 15. 7. Red Bull KTM 14. 8. Esponsorama Ducati 11. 9. Petronas Yamaha SRT 8.

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