MotoGP: Kündigung als Befreiungsschlag?

Johann Zarco (1./Ducati): «Es hilft uns sehr»

Von Tim Althof
Schnellste Zeit am Freitag: Johann Zarco strahlte vor Glück

Schnellste Zeit am Freitag: Johann Zarco strahlte vor Glück

Nach dem enttäuschenden Rennen in Argentinien startete Johann Zarco das MotoGP-Wochenende in Austin mit der Bestzeit am Freitag. Der Ducati-Star war sehr glücklich und selbst überrascht von seinem Speed.

Mit einer Rundenzeit von 2:02,542 min lag Ducati-Fahrer Johann Zarco am Freitag im freien Training der MotoGP in Austin nur vier Zehntelsekunden über dem All-Time-Lap-Record von Marc Márquez (Honda) aus dem Jahr 2015. Der Franzose strahlte am Abend in der Medienrunde vor Freude und konnte selbst kaum glauben, dass er diese Runde zustand bringen konnte. Dennoch weiß Zarco, dass er am Samstag nicht nachlassen darf, damit er im Qualifying gut aufgestellt ist.

«Das war eine sehr gute Runde. Bei dieser Zeitenjagd hat wirklich alles sehr gut funktioniert», strahlte der zweifache Moto2-Weltmeister. «Am Morgen habe ich versucht, gleich auf schnelle Zeiten zu kommen, um ein paar Referenzen zu sammeln, doch leider war es nicht sehr einfach, auf Rundenzeiten zu kommen und diese zu wiederholen, weil ich viele kleine Fehler beim Set-Up gemacht habe.»

Zarco, der noch in Argentinien einen Sturz im Rennen hinnehmen musste, betonte anschließend: «In FP2 haben wir einen guten Schritt gemacht und es war wirklich schön, es fühlte sich viel besser an. Die Rundenzeiten wurden besser als zuvor und von da an konnte ich perfekt weiterarbeiten. Meine schnellste Zeit überraschte mich selbst, ich hatte nicht erwartet, dass ich so schnell fahren kann. Ich bin glücklich und am Samstag in FP3 sollte der Grip sehr gut sein, somit haben wir eine weitere Möglichkeit, um uns zu verbessern.»

Beobachtete man Zarco am Freitag, dann fiel auf, dass er mit dem «Front Ride Hight Device» unterwegs war, als die Zeiten purzelten. Warum hält er daran fest, wenn es doch eh 2023 verboten wird? «Seit Indonesien arbeite ich sehr viel mit dem ‚Front Ride Height Device’, um es weiterzuentwickeln. Auf dieser Strecke könnte es uns sehr helfen, denn hier gibt es Stellen, wo wir noch stärker beschleunigen. Ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt, das Device zu nutzen, also macht es mir nichts aus», erwiderte der 31-Jährige.

Die Ducati-Fahrer die auf einer GP22 sitzen, beklagten etwas zu wenig Top-Speed. Auch Zarco erwähnte, dass ihm etwas Geschwindigkeit fehle. Außerdem sagte er zum neuen Asphalt: «Sektor 1 hat viel weniger Bodenwellen als letztes Jahr. Wenn du mit diesem Bike auf eine harte Bodenwelle triffst, dann musst du stark verlangsamen, damit du die Stabilität zurückbekommst. Es hilft uns also sehr, dass die Strecke nicht mehr so wellig ist.»

MotoGP, Austin, kombinierte Zeiten nach FP2 (8. April):

1. Zarco, Ducati, 2:02,542 min
2. Miller, Ducati, + 0,247 sec
3. Quartararo, Yamaha, + 0,295
4. Bastianini, Ducati, + 0,342
5. Rins, Suzuki, + 0,488
6. Marc Márquez, Honda, + 0,499
7. Viñales, Aprilia, + 0,543
8. Mir, Suzuki, + 0,601
9. Bagnaia, Ducati, + 0,645
10. Martin, Ducati, + 0,813
11. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,828
12. Pol Espargaró, Honda, + 0,896
13. Brad Binder, KTM, + 0,996
14. Marini, Ducati, + 1,020
15. Dovizioso, Yamaha, + 1,164
16. Alex Márquez, Honda, + 1,253
17. Nakagami, Honda, + 1,532
18. Di Giannantonio, Ducati, + 1,825
19. Bezzecchi, Ducati, + 1,921
20. Gardner, KTM, + 1,993
21. Morbidelli, Yamaha, + 2,122
22. Darryn Binder, Yamaha, + 2,137
23. Raúl Fernández, KTM, + 2,228
24. Oliveira, KTM, + 2,800

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