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Fabio Quartararo (18.): Wut, Frust und Ratlosigkeit

MotoGP-Ass Fabio Quartararo (Yamaha) erlebte in Aragon einen katastrophalen ersten Tag. Beim Herausbeschleunigen aus den Kurven hatte er mit seiner M1 keinen Grip, was zu einigen brenzligen Situationen führte.

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Fabio Quartararo kam mit viel Zuversicht nach Aragon. Trotz des Desasters in Silverstone, als das höhenverstellbare Fahrwerk (Ride-Height-Device) bei seiner M1 nicht mehr nach oben fuhr und er in Führung liegend aufgeben musste, freute sich der Franzose, dass er beim britischen Grand Prix über die lange Distanz sehr konkurrenzfähig war. Zuvor hatte er mit drei Pole-Positions nacheinander beweisen, dass die Yamaha auf eine schnelle Runde bereits wieder auf Top-Niveau ist.

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Aragon zählte noch nie zu den Lieblingsstrecken von Quartararo und Yamaha, was die Ergebnisse aus der Vergangenheit belegen. Der Weltmeister von 2021 betonte noch am Donnerstag, dass wenn er es schaffe an diesem Wochenende schnell zu sein, es keinen Zweifel gäbe, dass dem japanischen Hersteller ein großer Schritt gelungen ist.

Am Freitag folgte in Aragon die große Ernüchterung. Quartararo hatte sowohl im FP1 als auch im wichtigen Zeittraining am Nachmittag unter mangelndem Grip am Hinterrad zu kämpfen. Jedes Mal, wenn er versuchte, eine schnelle Runde zu fahren, rutschte ihm beim Herausbeschleunigen aus den Kurven das Hinterrad weg – er konnte jedes Mal einen Sturz gerade noch abfangen. Mehrmals kam er wütend zu seiner Box zurück, um den Ingenieuren das Problem zu erklären. Sein Gesichtsausdruck sprach Bände, Quartararo wurde zunehmend frustrierter.

Am Ende reichte es für Quartararo im Zeittraining, das über den direkten Einzug ins Q2 entscheidet, nur für Rang 18. "Es war ein sehr harter Tag, vor allem mit den weichen Reifen. Wir haben nicht wirklich verstanden, was da mit der Elektronik passiert ist", war Quartararo ratlos. "Wir wissen nicht, weshalb es nicht lief und das ist sehr schwierig."

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Teamkollege Alex Rins (15.) beklagte sich über dasselbe Problem, er hatte ebenfalls keinen Grip am Hinterrad. Kein Yamaha-Fahrer schaffte es in die Top-10. Jack Miller und Miguel Oliveira (beide Pramac) landeten auf den enttäuschenden Plätzen 16 und 20.

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Der Grip-Verlust am Hinterrad seiner M1 machte dem 26-Jährigen nicht nur jede schnelle Runde zunichte, es war auch gefährlich. "Das Bike hat grundlos so reagiert. Das Problem ist, dass man nie weiß, wann es passiert", grübelte Quartararo. "Wenn du voll in Schräglage bist und du nicht weißt, ob du das Bike beim Herausbeschleunigen verlierst, ist das schwierig. Ich konnte keine gute Runde fahren und in den vier gezeiteten Runden passierten Fehler oder ich musste sie abbrechen. Wir müssen eine Lösung finden!"

Die Yamaha-Ingenieure haben somit eine lange Nacht vor sich. Wie könnte eine mögliche Lösung aussehen? Ein komplett anderes Setup? "Nein, das Setup ist gut", winkte "El Diablo" ab. "Wir müssen verstehen, weshalb, wenn wir auf einen anderen Reifen wechseln, unser Bike sich komplett verändert und die Elektronik verrückt spielt. Aber das Setup ist großartig – seit Katar haben wir nur einige Kleinigkeiten verändert. Bei der Elektronik müssen wir aber etwas ändern. Jetzt sind die Ingenieure am Zug."

Im Vergleich zum letzten Jahr: Wie war der Grip-Level auf der Strecke? "Für mich war dieser nicht so schlecht. Natürlich war es nicht der beste Grip, aber ich denke, dass unser Problem nicht mit dem Grip-Level zusammenhängt. Es ist sehr seltsam", betonte Quartararo. "Wenn du fährst und nicht weißt, was dich erwartet, ist das schlimm. Ich wollte die letzte Zeitenjagd mit dem Medium-Reifen machen, aber der stand nicht zur Verfügung. Wenn mir am Samstag dasselbe Problem haben, dann werde ich auch im Sprint mit dem Medium-Reifen fahren. Wir hatten das Problem beim Kurvenausgang – dann versuchst du, später zu bremsen, worauf du weit gehst und Fehler machst. Das ist mir in jeder Runde passiert. Ich versuchte trotzdem, ruhig zu bleiben."

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Ergebnisse MotoGP Aragon, Zeittraining (6. Juni):

1. Marc Márquez (E), Ducati, 1:46,397 min

2. Alex Márquez (E), Ducati, +0,204 sec

3. Maverick Viñales (E), KTM, +0,556

4. Joan Mir (E), Honda, +0,556

5. Pedro Acosta (E), KTM, +0,603

6. Johann Zarco (F), Honda, +0,661

7. Brad Binder (ZA), KTM, +0,699

8. Fermin Aldeguer (E), Ducati, +0,733

9. Francesco Bagnaia (I), Ducati, +0,788

10. Franco Morbidelli (I), Ducati, +0,816

11. Marco Bezzecchi (I), Aprilia, +0,825

12. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati , +0,844

13. Enea Bastianini (I), KTM, +1,074

14. Raúl Fernández (E), Aprilia, +1,083

15. Alex Rins (E), Yamaha, +1,112

16. Jack Miller (AUS), Yamaha, +1,155

17. Augusto Fernandez (E), Yamaha, +1,226

18. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +1,445

19. Lorenzo Savadori (I), Aprilia, +1,726

20. Miguel Oliveira (P), Yamaha, +1,893

21. Somkiat Chantra (T), Honda, +2,104

Ergebnisse MotoGP Aragon, FP1 (6. Juni):

1. Marc Marquez (E), Ducati, 1:46,974 min

2. Alex Marquez (E), Ducati, +0,970 sec

3. Marco Bezzecchi (I), Aprilia, +1,021

4. Alex Rins (E), Yamaha, +1,024

5. Maverick Vinales (E), KTM, +1,103

6. Pedro Acosta (E), KTM, +1,104

7. Joan Mir (E), Honda, +1,319

8. Fermin Aldeguer (E), Ducati, +1,324

9. Franco Morbidelli (I), Ducati, +1,345

10. Francesco Bagnaia (I), Ducati, +1,508

11. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +1,514

12. Johann Zarco (F), Honda, +1,514

13. Brad Binder (ZA), KTM, +1,526

14. Jack Miller (AUS), Yamaha, +1,613

15. Augusto Fernandez (E), Yamaha, +1,618

16. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +1,679

17. Raúl Fernández (E), Aprilia, +1,956

18. Enea Bastianini (I), KTM, +2,189

19. Miguel Oliveira (P), Yamaha, +2,461

20. Somkiat Chantra (T), Honda, +2,497

21. Lorenzo Savadori (I), Aprilia, +3,161

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180

2

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Aprilia Racing

172

3

Fabio Di Giannantonio

Pertamina Enduro VR46 Racing Team

157

4

Marc Márquez

Ducati Lenovo Team

140

5

Ai Ogura

Trackhouse MotoGP Team

134

6

Pedro Acosta

Red Bull KTM Factory Racing

132

7

Francesco Bagnaia

Ducati Lenovo Team

127

8

Raúl Fernández

Trackhouse MotoGP Team

106

9

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76

10

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