Ducati: 2016 bessere Elektronik dank Honda & Yamaha?

Von Günther Wiesinger
Andrea Dovizioso auf der Ducati

Andrea Dovizioso auf der Ducati

Momentan bereiten Honda, Yamaha und Ducati eine Einheits-Software für die MotoGP-Saison 2016 vor. Wie stark profitiert Ducati von der Zusammenarbeit mit den Japanern? Wir fragten Sportdirektor Paolo Ciabatti.

In der MotoGP-Saison 2015 müssen erstmals auch die Factory-Teams die Hardware von Magneti-Marelli verwenden, die Software durften sie bis zum Assen-GP weiterentwickeln. Jetzt wird sie eingefroren. Beim Sachsenring-GP müssen alle Werke (Honda. Yamaha, Ducati, Suzuki und Aprilia) eine Kopie ihrer Software an die Dorna abliefern, sie wird dann archiviert.

Bis zum Saisonende 2015 dürfen die Werke daran nichts mehr ändern.

Jetzt heisst es, die Strategien für die Einheits-Software für 2016 werde in erster Linie von den Elektronik-Ingenieuren von Honda und Yamaha geschrieben, auch Ducati wirkt daran mit.

Bedeutet das: Ducati wird an der GP16 nächstes Jahr eine deutlich bessere Software verfügen, weil sie sich auf dem Gebiet der elektronischen Fahrhilfen (Traction-Control, Launch Control und Wheelie-Control) momentan wegen der geringeren Manpower und geringeren finanziellen Ressourcen nicht auf dem Stand der Japaner befinden?

Die Antwort auf diese knifflige Frage von SPEEDWEEK.com kommt bei von Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti nicht gerade wie aus der Pistole geschossen. Er denkt ein bisschen nach. Dann erwidert er in wohlüberlegten Worten: «Ich glaube nicht, dass wir für 2016 durch den Input von Honda und Yamaha profitieren werden. Im Moment ist die Basis für die nächstjährige Software die augenblickliche Open-Software. Sie ist weiterentwickelt worden, ist aber nicht so fortschrittlich wie unsere Software oder jene von Honda oder Yamaha. Das Ziel der drei genannten Hersteller ist es, gemeinsam mit Dorna und Marelli ab 1. Juli an einem Tisch zu sitzen und alles auf den Tisch zu legen, was im Bereich Software vorhanden ist. Wenn wir meinen, die Werksbikes müssten 2016 so gut wie heute funktionieren oder zumindest sehr ähnlich, dann müssen wir diese und jene zusätzlichen Strategien in die heutige Open-Software einschliessen. Vielleicht wird also Honda demnächst etwas entdecken, was wir bisher hatten und sie nicht. Oder umgekehrt. Aber daraus kann für 2015 kein Werk mehr einen Nutzen ziehen, weil die Factory-Software jetzt für die restlichen Rennen eingefroren ist. Jeder legt das auf den Tisch, von dem er glaubt, dass es 2016 benötigt wird und was er für das Beste hält. Dorna und Marelli werden dann beratschlagen, was davon sinnvoll ist. Wenn dieser Vorschlag allen nützt, werden sie ihn studieren und die Entwicklung vorantreiben. Wenn eine Idee nur einem bestimmten Hersteller nützt, werden sie den Vorschlag trotzdem in einem bestimmen Zeitrahmen ausführen und d?em entsprechenden Werk die Kosten dafür in Rechnung stellen. Diese spezifische Strategie wird aber 2016 auch allen anderen Werken zur Verfügung stehen.»

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