Sandro Cortese: «Der Rest kommt mit harter Arbeit»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Sandro Cortese

Sandro Cortese

Der zweifache Weltmeister Sandro Cortese legte bei Pedercini Kawasaki einen tadellosen Einstand hin. Am ersten Testtag der Superbike-WM auf Phillip Island verlor er nur eine gute Sekunde auf die beste ZX-10RR.

Sandro Cortese hatte am Montag auf Phillip Island gleich zweimal Pech. In der ersten zweistündigen Test-Session wurde beinahe die Hälfte gestrichen, weil Takumi Takahashi nach einem Motorschaden an seiner Honda zwei Kurven mit Öl vollsaute. In der zweiten Session am Nachmittag nieselte es in der ersten Stunde leicht und alle Fahrer verzichteten.

Somit wurde der Schwabe bei seinem Roll-out mit der Kawasaki ZX-10RR des Pedercini-Teams um die halbe Testzeit gebracht und konnte nur 32 Runden fahren – 20 fliegende.

Cortese steigerte von der ersten zur zweiten Session um 1,1 sec und verlor letztlich 1,524 sec auf die Bestzeit von Toprak Razgatlioglu (Pata Yamaha).

Auf Weltmeister Jonathan Rea, der wie Cortese eine Kawasaki fährt, fehlen 1,2 sec, zu dessen Teamkollege Alex Lowes nur 6/10 sec. Und Xavi Fores aus dem Puccetti-Team, mit dessen Bike ist Razgatlioglu letztes Jahr 13 Mal aufs Podium gebraust, nahm er eine gute Zehntelsekunde ab.

Cortese ist bereits auf einem weitaus höheren Level, als man für den ersten Tag im neuen Team und mit fremdem Motorrad hoffen durfte.

«Das war ein positiver Tag», freute sich der 30-Jährige im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Obwohl ich nur echte 20 Runden fuhr, konnten wir gute Daten sammeln. Ich bin glücklich, wie es lief. Wir wissen, in welche Richtung wir müssen. Man muss aber auch ehrlich sein, es liegt noch viel Arbeit vor uns. Wir müssen alles verstehen und ich bin körperlich nicht auf dem Niveau, wie ich es mir wünschen würde. Nach der langen Verletzungspause im Winter fehlen mir die Testtage und die Arbeit mit dem Team. Natürlich kann man nach einer Operation Aufbautraining machen, auf dem Motorrad zu sitzen ist aber immer etwas anderes. Man merkt, dass die anderen schon richtig eingeschossen sind. Es macht mega Spaß, dass ich wieder da bin – ich bin einfach nur glücklich. Wir müssen uns die Zeit nehmen, auf den Erkenntnissen aufzubauen, dann werden wir auch konstant. Positiv ist, dass wir nahe an den Top-10 dran sind, die müssen unser Ziel sein. Alles andere kommt dann mit harter Arbeit.»

Resultate Superbike-WM Phillip Island, 1. Testtag:

1. Toprak Razgatlioglu (TR), Yamaha, 1:30,740 min
2. Tom Sykes (GB), BMW, 1:30,762
3. Loris Baz (F), Yamaha, 1:30,777
4. Jonathan Rea (GB), Kawasaki, 1:30,996
5. Leon Haslam (GB), Honda, 1:31,196
6. Scott Redding (GB), Ducati, 1:31,236
7. Michael van der Mark (NL), Yamaha, 1:31,252
8. Eugene Laverty (IRL), BMW, 1:31,585
9. Alex Lowes (GB), Kawasaki, 1:31,665
10. Chaz Davies (GB), Ducati, 1:32,113
11. Sandro Cortese (D), Kawasaki, 1:32,264
12. Michael Rinaldi (I), Ducati, 1:32,272
13. Xavi Fores (E), Kawasaki, 1:32,414
14. Maximilian Scheib (RCH), Kawasaki, 1:32,498
15. Alvaro Bautista (E), Honda, 1:32,541
16. Federico Caricasulo (I), Yamaha, 1:32,706
17. Garrett Gerloff (USA), Yamaha, 1:32,829
18. Leon Camier (GB), Ducati, 1:33,629
19. Takumi Takahashi (J), Honda, 1:36,346

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