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Nach dem Superbike-WM-Wochenende in Mandalika steht mit Ducati-Star Álvaro Bautista der neue Weltmeister fest. Für Jonathan Rea (Kawasaki) bleibt wohl am Ende nur Platz 3, doch er sieht auch die FIM in der Pflicht.
In Indonesien fuhr Jonathan Rea in drei Rennen dreimal auf das Podium der Superbike-WM. Er konnte zwar ein paar Punkte auf Álvaro Bautista gutmachen,
"Einen WM-Titel bekommst du nicht geschenkt. Ducati hat sehr hart dafür gearbeitet, bereits über die letzten Jahre", betonte der 117-fache Laufsieger Rea. "Álvaro hat es verstanden, das Beste aus dem Paket herauszuholen. Die Kombination zwischen ihm und dem Bike ist wirklich stark. Mit seinem Gewicht hat er natürlich einen Vorteil, aber er sorgte letztlich für die Magie."
Rea weiß, dass Kawasaki aktuell nicht in der Lage ist, an die Performance von Ducati heranzukommen. Auch eine bessere ‚Balance of Performance‘-Regelung würde dieses Leistungsverhältnis nicht zwingend verändern. "Ein Algorithmus geht die Probleme nicht an. Man benötigt auch keinen Algorithmus, um deren Geschwindigkeitsvorteil zu erkennen. Der wird noch viel mehr verstärkt mit Alvaro, weil er so leicht ist", erklärte Rea. "Außerdem macht er einen guten Job, er kommt besser aus den Kurven heraus. Es sind einige Ducati in den Top-10, aber er macht den Unterschied aus."
"Es ist so hart in einer Meisterschaft mit Serienbikes eine Balance rein zu bekommen, wenn sich die Regeln ändern und die Kostengrenze nach oben verlegt wird. Ducati bringt sofort ein neues Bike. In der 300er- und Superport-Klasse gibt es gute Reglements, die den Herstellern ein funktionierendes Konzept vorlegen", weiß der 35-Jährige. "Dort haben Scott Smart und die FIM gute Arbeit geleistet, alle Hersteller sind konkurrenzfähig."
"Okay, mein Team und Yamaha haben sehr viele Ressourcen im Vergleich zu den Privatteams. Diese Teams stehen aber leider auch weit hinten. Sie haben also viel zu tun, um es wieder in ein Gleichgewicht zu rücken", nimmt Rea die Organisatoren in die Pflicht. "Ich bin froh, dass ich ‚nur‘ auf dem Bike sitze. Das Erste und Einfachste, was sie tun können, wäre die Einführung einer guten Balance-Regel über das Gewicht der Bikes, die in der ganzen Welt funktionieren würde."
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