Lewis Hamilton: Neuer Mercedes-Motor für Kanada

Von Mathias Brunner
Formel 1
Lewis Hamilton in Kanada

Lewis Hamilton in Kanada

​WM-Leader Lewis Hamilton vor dem Grossen Preis von Kanada: Der Engländer jagt seinen siebten Sieg in Montreal. Die Chancen dazu stehen gut, denn Mercedes spendiert für Nordamerika einen neuen Motor.

Lewis Hamilton hat prima Chancen, seinen siebten Sieg in Kanada herauszufahren. Der Mercedes-Star gewann hier 2007, es war sein erster Formel-1-Sieg überhaupt, noch im McLaren, dann 2010 und 2012, ebenfalls im McLaren, danach im Silberpfeil von Mercedes 2015, 2016 und 2017. Sebastian Vettel beendete dann 2018 den Hamilton-Durchmarsch mit seinem Ferrari.

Der 77fache GP-Sieger Hamilton ist als WM-Leader angereist, er führt mit 137:120 gegen seinen Mercedes-Stallgefährten Valtteri Bottas, Vettel ist WM-Dritter mit 82 Punkten. Mercedes-Benz hat gute Möglichkeiten, die Vormachtstellung zu betonieren, denn wie geplant bringt das Team die erste Ausbaustufe des 2019er Motors nach Montreal.

Die Mercedes-Rivalen Renault, Ferrari und Honda haben verbesserte Motoren schon früher eingesetzt. Nun ziehen die Weltmeister nach. Teamchef Toto Wolff: «In den vergangenen Rennen waren wir in den Kurven stark und auf den Geraden etwas zu wenig schnell. Aber in Kanada haben wir viele Geraden, das spielt unseren Gegnern in die Karten.» Dieser Nachteil soll mit der kraftvolleren Motorversion der Vergangenheit angehören.

Lewis Hamilton meint in Kanada: «Ich liebe Montreal, wir haben gutes Wetter und eine fabelhafte Rennstrecke, die einer meiner drei Lieblingskurse ist. Die anderen sind Austin und Silverstone. Jeder weiss, wie sehr ich Silverstone liebe, ich finde das Layout mit diese mittelschnellen und schnellen Kurven atemberaubend, und der Kurs trieft vor Historie. Austin hat echten Charakter, und du kannst du überholen. Die ganze Stadt vibriert förmlich, wenn wir hier sind. Das ist eine Go-Kart-Strecke für Formel-1-Rennwagen, du wirfst den Wagen über die Randsteine, aber du weisst genau – übertreiben darfst du nicht, denn sonst liegst du ratzfatz in einer Mauer.»

«Wir sollten hier stärker sein als in den vergangenen Jahren, aber ich gehe von viel Gegenwind durch Ferrari und Red Bull Racing-Honda aus. In Monaco rückt das Feld immer ein wenig zusammen. Aber auch hier erwarte ich einen harten Kampf. Ferrari ist auf den Geraden schon das ganze Jahr über stark, und Honda hat grosse Fortschritte gemacht. Ich freue mich auf einen tollen Mehrkampf.»

Zum neuen Motor meint Hamilton: «Wir hatten nicht den einfachsten Saisonbeginn, was den Motor angeht. Unsere Techniker haben sehr hart gearbeitet, um uns ein solides, standfestes Aggregat zu geben. Montreal ist ein Power-Kurs, da bist du natürlich froh um mehr Leistung. Aber wir stehen nicht mehr am Anfang der Entwicklung dieser Hybridmotoren, also sind die Schritte nicht mehr so gross. Gleichzeitig hatte der alte Motor sechs Wochenenden auf dem Buckel, da kommt es zu einem gewissen Leistungsabbau. Auch von daher bin ich natürlich froh, dass ich ein neues Aggregat hatte.»


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