Christian Horner: «Gasly wusste, was wir erwarten»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Pierre Gasly und Christian Horner vor dem Frankreich-GP

Pierre Gasly und Christian Horner vor dem Frankreich-GP

​Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner spricht am Circuit Spa-Francorchamps über den Cockpitwechsel zwischen Pierre Gasly und Alexander Albon: «Gasly wusste genau, was wir von ihm erwarten.»

Red Bull hat seine Piloten zum GP-Wochenende von Belgien neu aufgestellt: Pierre Gasly musste nach enttäuschenden Leistungen sein Cockpit bei Red Bull Racing räumen, seinen Platz hat der Thai-Brite Alexander Albon übernommen. Gasly sitzt nun wieder in einem Rennwagen von Toro Rosso.

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner im Rahmen seiner Medienrunde am Circuit Spa-Francorchamps: «Es ist heute kein Risiko mehr, einen jungen Piloten schnell zu befördern. Die Fahrer kommen viel besser vorbereitet in die Königsklasse als früher. Sie sind jahrelang Kart gefahren, sie haben sich durch die Nachwuchsserien gekämpft, sie verbringen viele Stunden im Simulator. Wisst ihr noch, wie schnell Max Verstappen in die Formel 1 gekommen ist? Alle haben gesagt: ‘Das ist viel zu früh, bla, bla, bla.’ Und dann hat er sofort Leistung gebracht. Das ist unsere moderne Welt. Die Fahrer sind nicht mehr das Thema. Die Frage ist vielmehr, wie viel ein Rennstall riskieren will und wie sehr er gewillt ist, in junge Piloten zu investieren.»

«Würde Red Bull nicht so vorgehen, hätten wir keinen Vettel gefunden und keinen Verstappen und keinen Ricciardo. Wenn wir nicht in Sainz investiert hätten, würde er vielleicht nicht in der Formel 1 sein. Und das Gleiche gilt für die nächste Generation, Kvyat, Gasly und Albon.»

«Fahrer bekommen bei uns eine zweite Chance, das haben wir vor Pierre Gasly schon bei Daniil Kvyat getan, und auch Alex war mal im Red-Bull-Programm, wurde aber zunächt ausgesiebt. Ich sagte zu Pierre: ‘Schau, nur weil du nicht mehr im RBR-Cockpit bist, bedeutet das doch nicht, dass dieser Weg verbaut ist. Du hast die Möglichkeit, dir diesen Platz erneut zu verdienen.’»

«Pierre oder ein anderer Fahrer aus dem Programm weiss genau, was wir von ihm erwarten. Unsere Nachwuchsförderung ist nun mal sehr wettbewerbsorientiert. Sie wissen, dass sie unter viel Druck Leistung bringen müssen. Pierre geht seine neue Aufgabe bei Toro Rosso mit der richtigen Einstellung an, und die Zeit wird zeigen, was er daraus macht.»

Horner hat bekräftigt, dass Red Bull auf Fahrer aus dem eigenen Pool schaut, wenn es um das zweite Cockpit neben Max Verstappen 2020 geht – Alex Albon, Daniil Kvyat und Pierre Gasly.


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