Formel 1

Sebastian Vettel: «Beweis, dass einiges falsch läuft»

Von - 22.11.2019 10:18

Ferrari-Star Sebastian Vettel bedauert, dass sein Landsmann Nico Hülkenberg im nächsten Jahr nicht in der F1-Startaufstellung stehen wird. Er betont: «Nico hat das Potenzial, um hier zu sein.»

Nur noch ein Rennen wird Nico Hülkenberg für das Renault-Werksteam bestreiten, dann muss der Deutsche sein Cockpit für Rückkehrer Esteban Ocon räumen, der mit den Franzosen einen zweijährigen Deal abgeschlossen hat. Für Hülkenberg bleibt im Startfeld 2020 kein Platz, denn die Verhandlungen mit dem Haas-Team blieben erfolglos, und einen Wechsel zu Schlusslicht Williams schloss der Emmericher selbst aus.

Zuletzt hoffte der 32-Jährige auf eine Verpflichtung als zweiter Alfa Romeo-Pilot neben dem 2007er-Weltmeister Kimi Räikkönen. Doch der Rennstall aus Hinwil entschied sich – auch auf Wunsch von Teampartner Ferrari – weiterhin auf die Dienste des jungen Italieners Antonio Giovinazzi aus der Driver Academy der Scuderia zu setzen.

Damit wird Sebastian Vettel bald der einzige einzige Deutsche im GP-Feld sein, was dem vierfachen Weltmeister aus Heppenheim so gar nicht gefällt. Im Rahmen des Rennwochenendes in Brasilien erklärte der 53-fache GP-Sieger mit Blick auf die bald beginnende Zwangspause seines Landsmanns: «Es ist seltsam, weil ich Nico schon so lange kenne. Wir treten seit unserer Kindheit gegeneinander an.»

«Die Tatsache, dass ein Fahrer wie er keinen Platz findet, ist sehr bitter. Es ist ein Beweis dafür, dass vielleicht einige Dinge in der aktuellen Formel 1 falsch laufen», kritisierte der WM-Zweite des Vorjahres. Und er betonte: «Ich hoffe, er kommt zurück. Es hat das Potenzial, um hier zu sein, und ich möchte nicht zu lange der einzige deutsche Fahrer im Startfeld bleiben.»

Hülkenberg selbst stellte seinerseits klar: «Ich trete nicht zurück, weder als Rennfahrer noch als Formel-1-Pilot. So wie es aussieht, stehe ich 2020 nicht am Start, aber ich bin für alle Gelegenheiten offen.» Obwohl er Angebote von verschiedenen Teams aus unterschiedlichen Serien erhalten habe, will er sich noch nicht festlegen. «Ich werde ganz sicher nichts überstürzt unterzeichnen, um irgendwo fahren zu können», erklärte der Renault-Abschiedskandidat.

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