James Allison (Mercedes): «Wir wollen aggressiv sein»

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Die erste Testwoche auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya hat klargemacht: Wer Weltmeister werden will, muss zunächst mal an Mercedes vorbei. Technikchef James Allison: «Wir wollen aggressiv sein.»

Mercedes liegt nach der ersten Formel-1-Testwoche von Spanien in allen Belangen vorne: Bei den Rundenzeiten, bei den zurückgelegten Runden und auch in Sachen Innovation, siehe geniales Lenksystem DAS (dual axis steering).

Mercedes-Technikchef James Allison macht der Konkurrenz wenig Hoffnung, dass die goldene Erfolgsserie der Silbernen nach sechs WM-Titeln in Folge abbrechen könnte. «DAS ist nur ein Element eines Fahrzeugs, das nur so vollgestopft ist mit cleveren Ideen.»

«Die Verlockung bestand darin, dass wir das 2019er Erfolgsmodell W10 einfach weiterentwickeln. Wir hatten zum Schluss des Jahres das beste Auto, also hätte sich dieser konservative Weg aufgedrängt. Aber nachdem wir alles abgewogen hatten, kamen wir zum Schluss – nein, das wird wohl nicht reichen.»

«Wir fühlten den heissen Atem der Gegner im Nacken. Wir wissen, wie erfolgshungrig sie sind. Und uns wurde klar: Wenn wir uns nicht etwas einfallen lassen, dann werden wir überholt. Also haben wir für das Modell W11 einen anderen Ansatz gewählt: Wir wollen aggressiv sein.»

«Obschon wir ein stabiles Reglement haben, ist jedes Teil unter die Lupe genommen worden im Gedanken – wie können wir das noch besser machen? Dabei herausgekommen sind Hunderte von Design-Änderungen, einschliesslich einer neuen Vorderradaufhängung, welche uns mehr aerodynamischen Spielraum schenkt; einschliesslich noch kompakterer Seitenkästen, die eine bessere Anströmung des Hecks erlauben, ferner mit einer neuen Hinterradaufhängung. Was den unteren Querlenker der Hinterradaufhängung betrifft, so haben wir uns eine ganz andere Geometrie einfallen lassen, auch hier geht es um aerodyamische Optimierung im Hinblick auf mehr Abtrieb.»

«Mit dem W11 ist uns beim Abtrieb ein grosser Schritt nach vorne gelungen. Wir haben ein Auto, das in allen Belangen besser ist als der Mercedes von 2019 und das viel Spielraum zur Entwicklung lässt.»

Wintertest 1 in Barcelona (19.–21. Februar 2020)

1. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W11, 1:15,732 FR C5

2. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W11, 1:16,516 FR C5

3. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo-Sauber C39-Ferrari, 1:17,091 DO C5

4. Esteban Ocon (F), Renault RS20, 1:17,102 FR C4

5. Lance Stroll (CDN), Racing Point RP20-Mercedes, 1:17,338 FR C4

6. Sergio Pérez (MEX), Racing Point RP20-Mercedes, 1:17,347 DO C3

7. Daniil Kvyat (RU), AlphaTauri AT01-Honda, 1:17,427 FR C4

8. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo-Sauber C39-Ferrari, 1:17,469 FR C5

9. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16-Honda, 1:17,516 MI C3

10. Daniel Ricciardo (AUS), Renault RS20, 1:17,574 FR C4

11. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT01-Honda, 1:17,783 FR C4

12. Carlos Sainz (E), McLaren MCL35-Renault, 1:17,842 MI C3

13. Alexander Albon (T), Red Bull Racing RB16-Honda, 1:17,912 DO C2

14. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF1000, 1:18,154 DO C4

15. George Russell (GB), Williams FW43-Mercedes, 1:18,168 DO C3

16. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF1000, 1:18,289 MI C3

17. Romain Grosjean (F), Haas VF-20-Ferrari, 1:18,380 FR C3

18. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43-Mercedes, 1:18,382 MI C3

19. Robert Kubica (PL), Alfa Romeo-Sauber C39-Ferrari, 1:18,386 MI C3

20. Lando Norris (GB), McLaren MCL35-Renault, 1:18,454 FR C3

21. Kevin Magnussen (DK), Haas VF-20-Ferrari, 1:18,466 MI C3

MI = Mittwoch 19.2., DO = Donnerstag 20.2., FR = Freitag 21.2.

Pirelli-Reifen von C1 (hart) bis C5 (extraweich)

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