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Fred Vasseur (Alfa Romeo): Enorme Belastung

​Der Plan der Formel-1-Führung ist einfach: So bald es möglich sein wird, wieder Rennen austragen zu können, sollen viele Grands Prix in kurzem Rhythmus gefahren werden. Aber das birgt auch Gefahren.

Formel 1

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Die Datenleitungen glühen im Dreieck zwischen den Formel-1-Teamchefs, dem Autosport-Weltverband FIA mit Präsident Jean Todt sowie der Formel-1-Führung mit Serien-CEO Chase Carey und Sportchef Ross Brawn. Der Plan, auf den einfachsten Punkt gebracht: Sobald es wieder möglich ist, Grands Prix zu veranstalten, sollen in eine verkürzte Saison 2020 noch so viele Läufe als möglich gepackt werden.

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Formel-1-Sportdirektor Brawn hat klargemacht, dass wir uns auf einen komplett umgekrempelten WM-Kalender gefasst machen müssen, aus wie vielen Rennen auch immer der bestehen kann. Chase Carey wird darauf achten, vorrangig jene Rennen zu retten, welche die üppigsten Antrittsgelder in die Kassen spülen – Sotschi und Shanghai, Hanoi und Baku, Bahrain und Abu Dhabi.

Aber nicht alle Teamchefs sind von der Aussicht begeistert, dass im zweiten Teil des Jahres mit einem strammen Rhythmus ein WM-Lauf nach dem anderen gefahren wird, teilweise sogar zwei auf der gleichen Strecke, wie das für den Red Bull Ring und Silverstone angedacht ist.

AlphaTauri-Teamchef Franz Tost hat bereits gewarnt: "In Sachen Anzahl Team-Mitglieder vor Ort finden Gespräche statt, ohne uns auf konkrete Zahlen festgelegt zu haben. Wir würden uns auf jene Fachkräfte beschränken, welche für den Einsatz des Autos absolut notwendig sind. Wenn wir keine Gäste haben und keine Berichterstatter vor Ort wären, dann können wir auf Mitarbeiter aus Marketing- und Medienabteilungen verzichten. Bei AlphaTauri kämen wir dann mit 60 bis 65 Leuten aus."

"Was wir im Auge behalten müssen: Wenn wir die Anzahl Mitarbeiter an der Strecke verringern und dann – nach Wunsch der FIA – im späteren Verlauf des Jahres vielleicht einen forschen Rhythmus an Rennen durchführen, dann halte ich das für unrealistisch, das können wir den Leuten nicht zumuten."

Ähnliche Worte hat Alfa Romeo-Teamchef Fred Vasseur gefunden. Der Lockdown im Rennwagenwerk von Hinwil (Zürcher Oberland) dauert noch bis 4. Mai, die vorgezogene Sommerpause war von der FIA verlängert worden, von 21 Tagen auf 35. Vasseur verbringt wie wir alle viel Zeit zuhause, ein Bild auf Twitter zeigt ihn bei der Gartenarbeit, logischerweise gut motorisiert.

"Wenn viel Rennen in knapper Folge stattfinden, erhöht das die Kosten", sagt der 51jährige Vasseur meinem Kollegen Jon Noble von motorsport.com zum angestrebten Programm. "Du musst mehr Teile bauen, du musst mehr neue Teile in kürzerer Zeit auf die Bahn bringen, du brauchst mehr Mechaniker, das wird alles sehr aufwändig."

"Ich bin auch dafür, dass wir versuchen, so viele Rennen als möglich zu retten. Aber wenn wir beispielsweise daran denken, drei Rennen in unmittelbarer Folge durchzuführen, dann kommen wir an Zweitages-Veranstaltungen nicht vorbei. Die Belastung für kleinere Rennställe ist erheblicher, weil wir nicht so viel Personal haben wie die grossen Teams. Wir müssen da bei der Problemlösung sehr flexibel sein."

Vasseur ist erleichtert, dass die Einführung der neuen Fahrzeuggeneration um ein Jahr verschoben worden ist. "Das war die beste aller Entscheidungen, nur so können die weniger grossen Teams diese ganze Situation überstehen."

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Der gegenwärtige Formel-1-Kalender 2020

05. Juli: Spielberg, Red Bull Ring/A

19. Juli: Silverstone, Silverstone Circuit/GB

02. August: Mogyoród bei Budapest, Hungaroring/H

30. August: Francorchamps, Circuit de Spa-Francorchamps/B

06. September: Monza, Autodromo Nazionale/I

20. September: Singapur, Marina Bay Street Circuit/SGP

27. September: Sotschi, Sochi Autodrom/RUS

11. Oktober: Suzuka, Suzuka Circuit/J

25. Oktober: Austin, Circuit of the Americas/USA

1. November: Mexico City, Autódromo Hermanos Rodríguez/MEX

15. November: São Paulo, Autódromo José Carlos Pace/BR

29. November: Abu Dhabi, Yas Marina Circuit/UAE

Ohne neuen Termin

Shanghai, Shanghai International Circuit/RCH

Melbourne, Albert Park Circuit/AUS

Bahrain, Bahrain International Circuit/BRN

Hanoi, Street Circuit Hanoi/VN

Zandvoort, Circuit Park Zandvoort/NL

Montmeló bei Barcelona, Circuit de Barcelona-Catalunya/E

Aserbaidschan, Baku City Circuit/AZ

Montreal, Circuit Gilles Villeneuve/CDN

Le Castellet, Circuit Paul Ricard/F

Abgesagt

Monte Carlo, Circuit de Monaco/MC

Das ursprüngliche WM-Programm

15. März: Melbourne, Albert Park Circuit/AUS

22. März: Bahrain, Bahrain International Circuit/BRN

5. April: Hanoi, Street Circuit Hanoi/VN

19. April: Shanghai, Shanghai International Circuit/RCH

3. Mai: Zandvoort, Circuit Park Zandvoort/NL

10. Mai: Montmeló bei Barcelona, Circuit de Barcelona-Catalunya/E

24. Mai: Monte Carlo, Circuit de Monaco/MC

7. Juni Aserbaidschan, Baku City Circuit/AZ

14. Juni: Montreal, Circuit Gilles Villeneuve/CDN

28. Juni: Le Castellet, Circuit Paul Ricard/F

5. Juli: Spielberg, Red Bull Ring/A

19. Juli: Silverstone, Silverstone Circuit/GB

2. August: Mogyoród bei Budapest, Hungaroring/H

30. August: Francorchamps, Circuit de Spa-Francorchamps/B

6. September: Monza, Autodromo Nazionale/I

20. September: Singapur, Marina Bay Street Circuit/SGP

27. September: Sotschi, Sochi Autodrom/RUS

11. Oktober: Suzuka, Suzuka Circuit/J

25. Oktober: Austin, Circuit of the Americas/USA

1. November: Mexico City, Autódromo Hermanos Rodríguez/MEX

15. November: São Paulo, Autódromo José Carlos Pace/BR

29. November: Abu Dhabi, Yas Marina Circuit/UAE

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