Zak Brown: Sebastian Vettel bei McLaren kein Thema

Von Mathias Brunner
McLaren-CEO Zak Brown

McLaren-CEO Zak Brown

​Ferrari und Sebastian Vettel gaben ihre Trennung am 12. Mai bekannt, Carlos Sainz zieht nach Maranello. McLaren-CEO Zak Brown angelte als Sainz-Nachfolger Daniel Ricciardo. Was sprach gegen Sebastian Vettel?

Am 12. Mai war klar: Es ist aus zwischen Ferrari und Sebastian Vettel, 2021 wird der Spanier Carlos Sainz im zweiten roten Renner neben Charles Leclerc sitzen. An einen Wechsel von Sebastian Vettel zu McLaren glaubte Marc Surer nie. Schon Wochen vor der Vertragsbekanntgabe von McLaren und Daniel Ricciardo sagte der frühere Schweizer GP-Pilot: «McLaren wird mit dem Mercedes-Motor 2021 gewiss weitere Fortschritte machen, aber diese Schritte werden kleiner, und ich glaube nicht, dass sie im kommenden Jahr um den Titel mitfahren. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Vettel nochmals jahrelang Aufbauarbeit leisten will.»

Aber was sagt eigentlich McLaren-CEO Zak Brown zu Sebastian Vettel? Immerhin kennen und schätzen sich McLaren-Teamchef Andreas Seidl und Vettel seit vielen Jahren, als sie gemeinsam bei BMW waren. Der Kalifornier gegenüber der britischen Sky: «Die Weichen zu diesen ganzen Wechseln wurden schon vor Corona gestellt. Wir sind lange genug in der Formel 1, um das Unerwartete zu erwarten. Carlos Sainz und wir sprachen sehr offen über die Möglichkeit Ferrari. Wir spürten, dass hier etwas im Busch ist.»

«Der Kontakt zu Daniel Ricciardo war nie abgerissen. Wir hatten schon versucht, ihn zu verpflichten, bevor er von Red Bull Racing zu Renault ging. Als uns klar wurde, dass die Chance erheblich ist, Sainz an Ferrari zu verlieren, war Daniel unsere erste Wahl.»

Und Vettel? Der 48jährige Brown weiter: «Es versteht sich von selber, welch toller Fahrer Vettel ist. Aber unsere Verhandlungen mit Daniel waren schon ziemlich weit gediehen. Im Grunde war kein anderer Fahrer als Ricciardo ein Thema.»

Damit hat Sebastian Vettel theoretisch nur noch drei Möglichkeiten: Ein Sensations-Transfer zu Mercedes-Benz (würde Lewis Hamilton das akzeptieren?), ein Wechsel zu Renault (gleiche Ausgangslage wie bei McLaren) und Aufhören.

Zak Brown ist der Ansicht: «Ich könnte mir vorstellen, dass die Ferrari-Box derzeit nicht das angenehmste Umfeld ist. Das könnte 2020 zu einigen ziemlich gepfefferten Rennen führen, wie wir damals schon in Brasilien sahen. Davon werden wir mehr erleben.»

«Ich sehe keine grosse Chance für Seb, zu Mercedes zu ziehen, es gibt keine Möglichkeit bei Red Bull Racing und keine bei uns, also bleibt nur noch Renault. Aber will Vettel zu einem Rennstall wechseln, der 2021 keine Grands Prix gewinnen kann? Das ist gewiss ein tolles Team, im Wachstum so wie wir, aber Vettel müsste sich im Klaren darüber sein, dass er sich auf eine längere Reise aufmacht. Nein, in aller Wahrscheinlichkeit wird er den Sport wohl verlassen – leider.»

Mehr über...

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

«No sports» bei Suzuki: Geht die Rechnung auf?

Günther Wiesinger und Manuel Pecino
Suzuki wird sich nach der Saison 2022 auch aus der MotoGP-WM zurückziehen. Der Hersteller aus Hamamatsu erhofft sich dadurch in vier Jahren Einsparungen von ca. 150 Millionen Euro. Aber um welchen Preis?
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Fr.. 20.05., 21:15, Hamburg 1
    car port
  • Fr.. 20.05., 21:45, Motorvision TV
    G-Series Andorra 2022
  • Fr.. 20.05., 22:15, Motorvision TV
    E-Andros Trophy 2022
  • Fr.. 20.05., 23:05, Motorvision TV
    Icelandic Formula Offroad 2021
  • Fr.. 20.05., 23:35, Motorvision TV
    All Wheel Drive Safari Challenge 2021
  • Sa.. 21.05., 00:20, ServusTV Österreich
    Formel 2 - Barcelona, Spanien
  • Sa.. 21.05., 00:45, Hamburg 1
    car port
  • Sa.. 21.05., 01:35, ServusTV Österreich
    Formel 3 - Barcelona, Spanien
  • Sa.. 21.05., 03:50, Motorvision TV
    Motorcycles
  • Sa.. 21.05., 04:20, Motorvision TV
    Bike World 2020
» zum TV-Programm
4AT