Rennlegende Mario Andretti: Indy-Comeback mit 80

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Mit einem Tweet hat der 80jährige Mario Andretti bestätigt: Er gibt ein Comeback in Indianapolis, bei der virtuellen «Legends Trophy» stellt sich der Formel-1-Champion von 1978 der jungen Konkurrenz.

In seiner langen Karriere hat Mario Andretti so gut wie alles gewonnen. Der in Italien geborene Vollblut-Racer siegte 1967 beim NASCAR-Klassiker in Daytona, sehr zum Ärger der etablierten StockCar-Haudegen, 1969 beim Indy 500, er wurde Formel-1-Weltmeister 1978 mit Lotus, er wurde vier Mal IndyCar-Champion, zuletzt 1984. Am kommenden Samstag gibt der unverwüstliche Andretti ein Comeback – aber dann sitzt die Rennlegende im unfallsicheren Simulator. Andretti nimmt an der «Legends Trophy» teil.

Mario Andretti hat dazu getwittert: «Ich bin drin. Am Samstag. Indy. Ich habe eine steile Lernkurve vor mir. Versuche so schnell zu lernen wie möglich. Ziemlich lange her, seit ich ein Rookie war. Ich gebe alles und hoffe, konkurrenzfähig zu sein.»

Andretti hätte das Indy 500 ein halbes Dutzend Mal gewinnen müssen, aber vor und nach seinem Sieg 1969 hatte er im Brickyard teilweise skurriles Pech. Der Fluch traf die ganze Familie: Sein Sohn Michael konnte das 500 ebenfalls nie gewinnen, sein Enkel Marco bislang auch nicht. Mario Andretti trat 29 Mal beim Indy 500 an, sein Sohn Michael 15 Mal, Marco bislang 12 Mal. Jeff Andretti (Bruder von Michael) fuhr drei Mal, John Andretti (Neffe von Mario) 12 Mal. 71 Mal ging also ein Andretti ins Rennen, nur ein Sieg schaute heraus.

Unter den Gegnern von Mario Andretti beim simultierten 500: Fernando Alonso, Emerson Fittipaldi (Indy-500-Sieger 1989 und 1993), Juan Pablo Montoya (Sieger 2000 und 2015), Helio Castroneves (2001, 2002 und 2009), Gil de Ferran (2003), Dario Franchitti (2007, 2010 und 2012) sowie Tony Kanaan (2013).

Unter den Rookies finden wir Formel-1-Champion Jenson Button und Rallye-Weltmeister Petter Solberg, dazu Mika Salo, Jan Magnussen, David Brabham, Emanuele Pirro und Tonio Liuzzi.

Unter den IndyCar-Routiniers haben die Teilnahme zugesichert: Max Papis, Bryan Herta, Adrian Fernandez, Michael Jourdain jr. und Oriol Servia.

An diesem Wochenende hätten zwei der grössten Autorennen der Welt gefahren werden sollen – das Indy 500 in Indianapolis (Indiana) und der Grosse Preis von Monaco in Monte Carlo. Beide Anlässe mussten abgeblasen werden. Der Monaco-GP wurde ganz abgesagt, das Indy 500 soll am 23. August nachgeholt werden – noch nie in der gewaltigen Geschichte seit dem ersten Rennen 1911 fand das Indy 500 ausserhalb von Mai statt!

Die Teilnehmer am virtuellen Indy 500 vom 23. Mai sitzen in virtuellen Dallara DW12.

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