Ferrari muss zugeben: Aerodynamik ist zerbrechlich

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Neue Teile für den Ferrari von Sebastian Vettel und Charles Leclerc wird es erst am dritten GP-Wochenende in Ungarn geben. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto bezeichnet die Aerodynamik als zerbrechlich.

Die ersten beiden Trainings auf dem Red Bull Ring haben einen Eindruck aus den Wintertests bestätigt: Gut möglich, dass Ferrari im ersten Teil der WM nicht mal dritte Kraft hinter Mercedes und Red Bull Racing-Honda sein wird, sondern sich sogar noch hinter der pinkfarbenen Mercedes-Kopie von Racing Point einreihen muss!

Und dann eine neue Hiobsbotschaft für die tapferen Tifosi: Ferrari bestätigte – neue Teile wird es erst in Ungarn geben. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto bestätigte: «Wir fahren den Wagen in der Konfiguration wie zum Schluss der Testfahrten von Barcelona. Das bedeutet nicht, dass wir in den letzten fünfeinhalb Wochen Däumchen gedreht hätten. Vielmehr haben uns die Erkenntnisse aus den Tests dazu bewogen, die Entwicklungsrichtung zu ändern, vor allem in Bezug auf die Aerodynamik.»

«Wir mussten zunächst verstehen, wieso sich die Ergebnisse von der Testbahn nicht damit deckten, was wir uns vom neuen Wagen erhofft hatten. Wir fanden es letztlich kontraproduktiv, die eingeschlagene Richtung weiter zu verfolgen. Wir haben gemerkt: So hätten wir unser Ziel nicht erreichen können.»

«Wir haben uns also an die Arbeit gemacht, im vollen Wissen, dass wir die neuen Teile nicht für die ersten Rennen bereit haben würden. Unser Plan besteht darin, sie am dritten GP-Wochenende auf dem Hungaroring auf die Strecke zu bringen.»

Am Red Bull Ring ergänzt der 50jährige Italiener: «Das Auto hat sich im Testwinter einfach nicht so benommen, wie wir das erhofft hatten. Die Leistung auf der Strecke stimmte nicht mit den Berechnungen überein, da musste zwischen Design und Strecke etwas schiefgelaufen sein. Um etwas zu ändern, mussten wir das Problem zunächst mal verstehen. Wir merkten – die Aerodynamik ist zu zerbrechlich.» Wobei zerbrechlich hier wörtlich zu verstehen ist, in Spanien gingen ja keine Teile kaputt, sondern im Sinne von: zu wenig gleichmässig belastbar.»

Binotto: «In solche Fällen muss man zunächst mal einen Schritt zurück machen und das Problem begreifen, bevor man wieder einen Fortschritt anstreben kann. Wir hoffen, dass die neuen Teile für Ungarn bereit sind. Wir werden dann vielleicht nicht alle Schwierigkeiten gelöst haben, aber wir glauben, dass wir dann in Sachen Leistungsfähigkeit einen markanten Schritt nach vorne machen werden. Und dann werden wir auch wissen, wo wir gemessen an der Konkurrenz stehen.»

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