Max Verstappen: «Ich müsste das verstecken können»

Von Justin Hynes
Formel 1
Max Verstappen

Max Verstappen

​Red Bull Racing-Star Max Verstappen über ein Rennen, das er gerne fahren würde, seine Lieblings-Epoche der Formel 1, ein Tattoo, das er in Erwägung zieht und über die härteste Kritik von Dr. Helmut Marko.

Max, du hast in der Zwangspause viel Zeit mit eSport verbracht. Welche simulierten Rennen würdest du gerne mal in der realen Welt ausprobieren?

Der britische McLaren­Pilot Lando Norris und ich sind die virtuellen 24 Stunden von Le Mans und Spa gefahren, das war extrem cool. Ich würde aber nur in einem konkurrenzfähigen Auto antreten, um auch gewinnen zu können. Schwierig, aber eines Tages wird es hoffentlich klappen. Ich habe Le Mans in der virtuellen Welt wirklich geliebt, also glaube ich, dass es in echt noch besser ist.

Was ist eigentlich das Schlimmste, das du im Fitnesstraining tun musst?

(Lacht.) Vom aktuellen Trainingsprogramm – eigentlich alles! Naja, das Schlimmste ist wohl das Intervalltraining, also beispielsweise: Du musst sechs oder acht Mal einen 100-Meter-Sprint absolvieren oder etwas in der Art. Ein einziger Horror, manchmal fühlt man sich danach regelrecht krank.

Gibt es bei dir ein Verhaltenmuster, das du nicht magst und das du zu kontrollieren versuchst?

Hm ... schwierige Frage! Es gibt immer Dinge, die man zu kontrollieren versucht. Übertrieben aggressiv zu sein – um ein Beispiel zu nennen – ist nicht gut. Da muss man sich Grenzen setzen. Ich bin ein leidenschaftlicher Mensch und vielleicht bin ich manchmal zu ehrgeizig. Das muss ich in den Griff bekommen.

Wähle eine Formel-1-Epoche aus und erkläre, warum du da am liebsten gefahren wärst.

Die 80er Jahre. Mit dem Ende der 80er Jahre verbinde ich die Erinnerung an Ayrton Senna gegen Alain Prost. Da gab es einige sehr interessante Kämpfe. Ausserdem sahen die Autos herrlich aggressiv aus.

Was ist das Härteste, was Red Bull-Rennberater Dr. Helmut Marko je zu dir gesagt hat?

Immer, wenn er Dinge sagte wie «Das war wirklich dumm» oder «Das ist nicht akzeptabel, du darfst so nicht weitermachen». Am härtesten war es wohl in Österreich 2016. Ich fuhr an die Box, obwohl keiner für mich bereit war. Ich dachte, sie wollten mich reinholen, es stimmte aber nicht. Das war wirklich Mist.

Kurz vor deinem Formel-1-Debüt hast du mal gesagt, dass du zu keinem anderen Fahrer aufsiehst, aber dass du Respekt vor Fernando Alonso hast. Seitdem bist du gegen ihn und viele weitere Stars gefahren. Ist Fernando für dich noch immer der Beste?

Ich bewundere, wie er mit einem unterlegenen Auto dank gutem Start oder guter erster Runde immer wieder ein weit besseres Ergebnis erzielt hat, als das Fahrzeug verdient hätte. Und er ist ein echter Kämpfer. Er mag ein schwieriger Teamkollege sein, aber unterm Strich muss man versuchen, das Beste für sich herauszuholen, wenn man gewinnen will. Im Gespräch war er immer ein sehr netter Kerl. Leider hatte ich nie die Gelegenheit, im direkten Duell gegen ihn anzutreten. Das ist schade, aber er ist sicher immer noch einer meiner Favoriten, allein schon wegen seines Kampfgeists.

Welches Tattoo würdest du dir stechen lassen?

Meine Startnummer 33. Sie müsste wahrscheinlich irgendwo sein, wo man sie verstecken kann, wenn man ein Hemd oder was auch immer trägt – also wahrscheinlich auf meinem Oberkörper.

Umgedrehte Startaufstellung, Fahrtrichtung ändern auf gewissen Strecken, Handicaps bei der Aerodynamik – was denkst du über solche Mechanismen? Brauchen wir das?

Ich finde, zuerst sollten wir die aktuellen Probleme lösen, damit wir wieder unter normalen Umständen fahren können. Und wenn das spannend ist, dann brauchen wir diese neuen Dinge nicht. Wir sollten jetzt mal mit der Saison loslegen und nicht versuchen, die Regeln gleich wieder noch komplizierter zu machen.

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