Gerhard Berger zu Renault-Protest: «Kenne Gegenwind»

Von Gino Bosisio
Formel 1
Gerhard Berger im September 2019 mit Sebastian Vettel in Mailand

Gerhard Berger im September 2019 mit Sebastian Vettel in Mailand

​Der zehnfache Grand-Prix-Sieger Gerhard Berger nimmt zu den Kopie-Vorwürfen von Renault gegen das Team Racing Point Stellung. «Ich kenne solchen Gegenwind, den hatten wir früher auch.»

Das Team Racing Point zeigte wie am ersten Formel-1-Wochenende auch beim zweiten Rennen von Spielberg eine starke Leistung. Die rosaroten Wagen mit Mercedes-Kundenmotoren von Sergio Pérez und Lance Stroll wetzten auf die Plätze 6 und 7. Stroll fuhr auf dem Red Bull Ring vom 13. Startplatz los, bei Pérez war es gar nur P17. Nun sind die Fahrzeuge jedoch Gegenstand von Untersuchungen der FIA-Regelhüter.

Der von Renault erhobene Protest gegen den RP20-Boliden richtet sich gegen angebliche Ähnlichkeiten des RP20 zum Mercedes-Wagen von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas aus dem Jahr 2019. Im konkreten Fall geht es um Bremsbelüftung beim Racing Point-Mercedes.

GP-Sieger Gerhard Berger erklärt zu diesem Thema in der ServusTV-Sendung «Sport & Talk aus dem Hangar-7»: «Auch bei Red Bull gab es mit Toro Rosso ein vergleichbares System. Wir waren richtig gut unterwegs, haben in Monza mit Sebastian Vettel das Rennen gewonnen. Das war schon ein Auto, das sehr stark aus der Schmiede von Red Bull in England gekommen ist. Aber so war unser Konzept, junge Fahrer ins Auto und dazu das Konzept und Know-how aus Italien, so war das ideal.»

Der 60jährige Tiroler erinnert sich weiter an die Zeit mit Toro Rosso (heute AlphaTauri): «Ich kenne solchen Gegenwind, den hatten wir früher auch. Uns wurde damals ebenfalls vorgeworfen, dass wir gegen das Reglement verstoßen.»

Berger vergleicht: «Racing Point und Mercedes haben vielleicht eine andere Vorgehensweise verwendet. Es gibt aber in der Zwischenzeit gewiss Fotografien, die das Auto genau zeigen. Wenn der Protest um die Bremseinlässe durchgeht, würde man diskutieren, ob es inzwischen erlaubt ist, dass ein zweites Team mit den selben Teilen und dem selben Ingenieursgedanken zu bestücken.»

Berger weiß aber: «Grundsätzlich ist es erfreulich, wenn das Feld zusammenrückt. Aber das Reglement sollte es für alle gelten, und allfällige Fragen müssen geklärt werden. Racing Point ist in der Steiermark wirklich schnell unterwegs gewesen. Pérez wäre bei einer besseren Startposition vielleicht sogar zu einem Podestplatz gefahren.»

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