Carlos Sainz über Ferrari: «Ich war nie in Maranello»

Von Mathias Brunner
Formel 1
In Ungarn konnte Sainz seinen nächstjährigen Wagen aus der Nähe betrachten

In Ungarn konnte Sainz seinen nächstjährigen Wagen aus der Nähe betrachten

​McLaren-Fahrer Carlos Sainz (25) spricht darüber, warum er trotz unterschriebenen Ferrari-Vertrags noch nie in Maranello war und welche Rolle sein dritter Rang in Brasilien 2019 mit McLaren für Ferrari spielte.

Carlos Sainz ist solide, aber nicht berauschend in die Saison 2020 gestartet. Der Spanier wurde Fünfter im Österreich-GP und dann zwei Mal Neunter, beim WM-Lauf der Steiermark und auf dem Hungaroring. Das ergibt den neunten Zwischenrang. Derzeit steht sein englischer Stallgefährte Lando Norris besser da, der Brite ist WM-Vierter nach einem sensationellen dritten Platz beim WM-Auftakt und einem fünften Rang eine Woche danach.

Am meisten Schlagzeilen hat der 25jährige Sainz nicht durch seine Leistungen auf der Rennstrecke gemacht, sondern durch seine Vertragsunterzeichnung bei Ferrari. In einem Gruppen-Interview gibt der Madrilene verblüffenderweise zu: «Ich war noch nie in Maranello. Erstens aus vertraglichen Gründen und zweitens, weil ich mich dem McLaren-Team verpflichtet fühle. Für die kommenden Monate plane ich nichts mit Ferrari.»

Der WM-Sechste von 2019 will sich auch deshalb so für McLaren ins Zeug legen, «weil die Menschen dort auf meinen Ferrari-Vertrag so fabelhaft reagiert haben. Ich spüre, dass sie glücklich sind für mich, sie haben mir gratuliert und gesagt, dass ich diese Chance verdiene.»

«Wenn du so viel Unterstützung bekommst, dann ist das ein starker Antrieb, zum Abschied bei McLaren eine makellose Leistung zu zeigen. Diese Wertschätzung meiner Mitarbeiter zeugt von sehr viel Respekt, und ich finde es sehr schön, das erleben zu dürfen.»

Viele Fans fragen sich: War Sainz’ tolle Fahrt zum dritten Platz im Chaos-GP von Brasilien der Schlüssel zum Ferrari-Vertrag? Aber der Sohn der gleichnamigen Rallye-Legende findet: «Das hatte bestimmt einen Einfluss, aber ich habe gelernt – die Analyse von Top-Teams geht viel tiefer. Die reinen Ergebnisse sind das Eine, aber im Mittelpunkt steht ein kompletteres Bild, viel detaillierter als ich es erwartet hätte. Konstanz war dabei ein zentrales Element.»

«Manchmal könnte man denken: Jene Fahrer, die nicht so oft im Fernsehen gezeigt werden, finden eben weniger Beachtung der Rennställe, aber das stimmt nicht. Es war für mich eine schöne Überraschung zu erleben, wie umfangreich die Fahrer eingeschätzt werden.»

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