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Eddie Jordan: Spott und Hohn für Sebastian Vettel

Von Mathias Brunner
Eddie Jordan und Sebastian Vettel

Eddie Jordan und Sebastian Vettel

​Der frühere Formel-1-Teambesitzer Eddie Jordan lässt fast kein gutes Haar am vierfachen Weltmeister Sebastian Vettel. Der 72jährige Irländer giesst Spott und Hohn über den Ferrari-Star.

Eddie Jordan nahm von 1991 bis 2005 mit seinem eigenen Grand-Prix-Rennstall an der Formel-1-WM teil. Sein Team gewann vier Rennen, mit Damon Hill und Heinz-Harald Fretzen wurde 1999 der dritte Schlussrang im Konstrukteurs-Pokal errungen. Ende 2005 verkaufte Jordan seinen in Silverstone sesshaften Rennstall, daraus wurde Midland, dann Spyker, dann Force India, dann Racing Point, und 2021 wird die Truppe als Aston Martin an den Start gehen.

Jordan hat mit einigen spektakulären Vorhersagen in der Formel 1 Recht behalten. So hielten ihn viele Insider für übergeschnappt, als er behauptete, Lewis Hamilton werde von McLaren zu Mercedes wechseln. Oder dass Michael Schumacher zur Saison 2010 hin zu Mercedes in die Formel 1 zurückkommen werde. Oder dass Kimi Räikkönen wieder bei Ferrari andockt. Und doch ist alles so gekommen.

Ab und an lag Eddie Jordan auch meilenweit daneben. Etwa dann, als er verkündete, dass der Volkswagen-Konzern Red Bull Racing kaufe. Oder als er Ende 2019 verkündete, Lewis Hamilton werde bei Ferrari unterschreiben.

Was wir vom redseligen Irländer immer erwarten dürfen: ein Verbal-Feuerwerk. So auch in der neuesten Ausgabe des Podcasts F1 Nation. Da gönnt der inzwischen 72-Jährige dem vierfachen Formel-1-Champion Sebastian Vettel zunächst ein knackiges Lob, bevor er ihn nach Strich und Faden in die Pfanne haut.

Jordan sagt über den Ferrari-Fahrer und dessen möglichen Wechsel zu Aston Martin (heute Racing Point): «Klar wäre es toll, Vettel im Auto zu haben. Den ersten Jordan-Sieg hat damals Damon Hill herausgefahren, der ans Rentenalter grenzte. Als vierfacher Weltmeister ist Vettel eine toller Fang für jedes Team, aber sollte man ein Team zerstören, das Sergio Pérez samt Mitgift hat, das Geld hat, das derzeit in einem schönen Rhythmus läuft?»

«Also reden wir von Vettel: Kann er diesen Funken nochmals zünden, der zum Feuer und zum Enthusiasmus und zum Charisma führt, das er einst hatte? Das ist in seinem Alter schwierig. Würde ich ihn engagieren? Wahrscheinlich nicht, denn es gibt so viele junge, aufstrebende Jungs.»

«Vor einem Jahr hätte kaum jemand angenommen, dass Charles Leclerc Vettel im ersten Ferrari-Jahr komplett zerstören würde, aber genau das hat der Monegasse getan. Charles wird für geraume Zeit die Nummer 1 bei Ferrari bleiben.»

«Will mir wirklich jemand weismachen, dass Vettel im identischen Wagen auf Augenhöhe mit Lewis Hamilton kämpfen würde? Momenten schafft er das ja nicht mal mit Leclerc. Ich glaube nicht, dass er das gegen Lewis packen würde, und aus dieser Perspektive müsste ich die Lage als Teamchef betrachten.»

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