Teambesitzer Gene Haas: «An Ferrari gebunden»

Von Rob La Salle
Formel 1
Teambesitzer Gene Haas

Teambesitzer Gene Haas

​Der US-amerikanische Unternehmer und Rennstallchef Gene Haas (68) spricht offen über den Leistungsschwund von Ferrari und darüber, wie die Mercedes-Dominanz die Formel 1 kaputt mache.

Der Formel-1-Rennstall des US-amerikanischen Werkzeugmaschinen-Herstellers Gene Haas wird 2021 in seine sechste Formel-1-Saison gehen. Der 68jährige Unternehmer debütierte 2016 in der Königsklasse, in der Konstrukteurs-Meisterschaft wurde der achte Rang erobert. Das gleiche Ergebnis ein Jahr später. 2018 folgte das Highlight mit dem exzellenten fünften Schlussrang in der Markenwertung.

2019 und 2020 dann die Ernüchterung: jeweils zweitletzter Platz, nur Williams war noch schlechter. 2019 kämpften Romain Grosjean und Kevin Magnussen mit einem Rennwagen, der ihnen scheinbar unlösbare Rätsel stellte, vor allem in Sachen Reifen-Management, 2020 fiel Haas auf den Kopf, dass Ferrari den Motor umbauen musste, was zu einem Leistungsschwund führte.

Teambesitzer Gene Haas findet: «Bis zur Saison 2019 haben wir uns gut geschlagen. Wir hatten einen guten Motor und waren konkurrenzfähig. Aber schon 2019 waren unsere Motoren nicht mehr so leistungsstark. Wir konnten im Qualifying mithalten, nicht aber in den Rennen. Danach kam die Leistungsverringerung bei Ferrari, das war für alle deutlich zu sehen. Wir sind da an Ferrari gebunden, wenn sie langsam sind, dann sind wir noch langsamer.»

«Wir haben keine Kontrolle darüber, was wir von Ferrari erhalten. Ich vertraue darauf, dass Ferrari dieses Problem beseitigt, aber die Italiener sind nicht die Einzigen, die hier ein Problem haben», so Gene Haas gegenüber meinem Kollegen Chris Medland von Racer. «Dieses Problem haben auch Honda und Renault. Gemessen am Motor von Mercedes sind alle im Hintertreffen.»

«Mercedes hat einen Motor gebaut, der leistungsstark ist, spritsparend läuft und auch noch durchhält. Die Gegner kommen nicht mal in die Nähe. Für mich hat das alles kaputt gemacht, wofür die Formel 1 steht. Hut ab vor Mercedes für ihre grandiose Ingenieursleistung, aber mal ehrlich – wer will ein Rennen sehen, bei dem schon vor dem Start klar ist, welches Auto gewinnen wird? Das ist doch langweilig.»

Provisorischer Formel-1-Kalender 2021

Präsentationen
26. Februar: Ferrari Team (Internet)
02. März: Mercedes (Internet)
02. März: Alpine (Internet)
03. März: Aston Martin (Internet)
05. März: Williams (Internet)
10. März: Ferrari Auto (Internet)

Wintertests
12.–14. März in Sakhir, Bahrain

Saison
28. März: Sakhir, Bahrain
18. April: Imola, Italien
02. Mai: Portimão, Portugal
09. Mai: Barcelona, Spanien
23. Mai: Monte Carlo, Monaco
06. Juni: Baku, Aserbaidschan
13. Juni: Montreal, Kanada
27. Juni: Le Castellet, Frankreich
04. Juli: Spielberg, Österreich
18. Juli: Silverstone, Grossbritannien
01. August: Budapest, Ungarn
29. August: Spa, Belgien
05. September: Zandvoort, Niederlande
12. September: Monza, Italien
26. September: Sotschi, Russland
03. Oktober: Singapur, Singapur
10. Oktober: Suzuka, Japan
24. Oktober: Austin, USA
31. Oktober: Mexiko-Stadt, Mexiko
07. November: São Paulo, Brasilien
21. November: Melbourne, Australien
05. Dezember: Dschidda, Saudi-Arabien
12. Dezember: Yas Marina, Abu Dhabi



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