Toto Wolff: «Da macht Hamilton den Unterschied»

Von Otto Zuber
Lewis Hamilton sicherte sich in Imola die Pole, Max Verstappen gratulierte dem Mercedes-Kontrahenten zum Qualifying-Erfolg

Lewis Hamilton sicherte sich in Imola die Pole, Max Verstappen gratulierte dem Mercedes-Kontrahenten zum Qualifying-Erfolg

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff freute sich nach dem Imola-Qualifying über die 99. GP-Pole von Lewis Hamilton. Im Rennen hat Red Bull Racing aber die besseren Karten, warnt der Wiener.

Dass Lewis Hamilton nicht im schnellsten Auto im Feld sitzen muss, um ein Rennen zu gewinnen, hat der siebenfache Weltmeister zuletzt beim Saisonauftakt in Bahrain bewiesen. Dass er im W12 auch auf die Pole fahren kann, zeigte er nun im Qualifying zum zweiten Kräftemessen der Königsklasse in Imola. Hamilton blieb 35 Tausendstel schneller als Red Bull Racing-Neuzugang Sergio Pérez und 87 Tausendstel schneller als Max Verstappen, der sich in der dritten Kurve einen kostspieligen Fehler leistete.

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff gestand nach dem Abschlusstraining, das Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas nur auf dem achten Platz beenden konnte: «Die Pole war eine Überraschung für uns, da wir aktuell nicht das schnellste Auto haben.» Und er lobte bei den Kollegen von ORF: «Lewis ist wirklich aussergewöhnlich, denn ich denke, dass unser derzeitiges Material nicht auf der Höhe des Red Bulls ist. Da macht er dann den Unterschied, er macht keine Fehler.»

Der Wiener warnte aber auch gleichzeitig: «Es ging sehr eng zu und Max wäre ohne den Fehler auf der Pole gestanden, und wir haben im Vergleich zum Vorjahr dramatisch verloren. Damals waren wir sechs Zehntel vorne und jetzt ist dieser Vorsprung weg, wir liegen sogar zwei Zehntel zurück.» Er betonte auch: «Jetzt müssen wir versuchen, mehr Performance zu finden.»

«Das Auto ist schneller als in Bahrain, ich glaube, dass unser Fahrzeug hier in einem besseren Balance-Fenster liegt. Das ist der Hauptgrund für unsere Steigerung. Wir hatten in Bahrain Schwierigkeiten mit der Fahrbarkeit, die wir langsam, aber sicher aussortieren», berichtete Wolff ausserdem.

Fürs Rennen erwartet er kein leichtes Spiel. «Red Bull Racing hat den grossen Vorteil, weil beide Fahrer hinter Lewis starten und Pérez auf den weichen Reifen losfährt. Dadurch können sie auf zwei verschiedene Strategien setzen und es ist sicher besser, mit zwei Autos zu performen», erklärte der 49-Jährige.

Dass Bottas nur den achten Startplatz erobern konnte, ist ein Nachteil, weiss Wolff: «Er muss sich an den Fahrzeugen vorbeikämpfen, die auf den weichen Reifen unterwegs sind. Ich denke also, dass wir uns ein wenig im Nachteil befinden.» Und mit Blick auf den Finnen erklärt er: «Sein Problem ist das Aufwärmen der Reifen.»

Qualifying, Imola

01. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:14,411
02. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:14,446
03. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:14,498
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:14,740
05. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:14,790
06. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:14,826
07. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:14,875
08. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:14,898
09. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:15,210
10. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, ohne Zeit
11. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 1:15,199
12. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:15,261
13. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:15,394
14. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:15,593
15. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, 1:15,593
16. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:15,974
17. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:16,122
18. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:16,279
19. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:16,797
20. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, ohne Zeit (Unfall)

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