Toto Wolff: «Haben das Rennen beim Stopp verloren»

Von Rob La Salle
Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff sprach nach dem Frankreich-GP offen über die Gründe, die zum Sieg von Red Bull Racing-Star Max Verstappen geführt haben. «Die Performance unseres Autos war gut», betonte er.

Letztlich war Lewis Hamilton im Frankreich-GP eine leichte Beute für Max Verstappen. Der Red Bull Racing-Pilot zog kurz vor dem Fallen der Zielflagge am Mercedes vorbei in Führung und schnappte sich seinen dritten Saisonsieg. Hamilton hatte keine Chance, seine Reifen waren am Ende, während Verstappen, der ein zweites Mal an die Box abgebogen war, auf deutlich frischeren Gummis der mittelharten Sorte angreifen konnte.

Den Grundstein für den Sieg legte Red Bull Racing aber schon beim ersten Reifenwechsel des Niederländers, wie Toto Wolff nach dem Rennen betonte. Der Motorsportdirektor der Sternmarke erklärte in seiner Presserunde auf die Frage, ob die Strategie, die Performance des Autos oder die Fahrer für den verpassten Sieg verantwortlich seien: «Die Auto-Performance war gut, wir hatten wahrscheinlich sogar das schnellere Auto. Aber wir haben das Rennen beim ersten Stopp verloren.»

«Wir dachten, dass wir genügend Vorsprung hatten, um nach dem Stopp vorne zu bleiben, aber das war nicht der Fall. Von da an waren wir im Hintertreffen», seufzte der Wiener. «Wenn der Spitzenkampf so intensiv ausfällt, dann muss man im Grunde an der 1-Stopp-Strategie festhalten. Die 2-Stopp-Variante war ein Risiko für uns», stellte er klar.

Letztlich spielte auch Verstappens Teamkollege Sergio Pérez, der nach einer starken Fahrt als Dritter ins Ziel kam, eine entscheidende Rolle bei den Strategie-Entscheidungen der Konkurrenz. Wolff erklärte: «Wäre Pérez nicht in Schlagdistanz gewesen, hätten wir zumindest mit einem Auto einen frühen zweiten Stopp eingelegt, um den anderen Red Bull Racing-Fahrer unter Druck zu setzen.»

«Wir haben heute viel gelernt und müssen jetzt verstehen, woher das starke Tempo der Red Bull Racing-Autos auf ihren Outlaps kam. Das werden wir uns ansehen, um uns weiter zu verbessern. Aber ich glaube, dass wir diesmal ein solides Rennauto hatten und bin froh, dass wir ein spannendes Rennen gesehen haben. Schliesslich lieben wir gute Unterhaltung», lautete das Fazit des 49-Jährigen.

Frankreich-GP, Le Castellet

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:27:26,842 h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +2,904 sec
03. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +8,811
04. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +14,618
05. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:04,032 min
06. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:15,857
07. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:16,596
08. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, 1:17,695
09. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:19,666
10. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:31,946
11. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 1:39,337
12. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
13. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde
14. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1 Runde
15. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
16. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +1 Runde
17. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
18. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
19. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
20. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde

WM-Stand nach 7 von 23 Rennen

Fahrer
1. Verstappen 131 Punkte
2. Hamilton 119
3. Pérez 84
4. Norris 76
5. Bottas 59
6. Leclerc 52
7. Sainz 42
8. Gasly 37
9. Ricciardo 34
10. Vettel 30
11. Alonso 17
12. Ocon 12
13. Stroll 10
14. Tsunoda 8
15. Räikkönen 1
16. Giovinazzi 1
17. Russell 0
18. Schumacher 0
19. Mazepin 0
20. Latifi 0

Marken
1. Red Bull Racing 215
2. Mercedes 178
3. McLaren 110
4. Ferrari 94
5. AlphaTauri 45
6. Aston Martin 40
7. Alpine 29
8. Alfa Romeo 2
9. Williams 0
10. Haas 0

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