Hans-Joachim Stuck zu Belgien: «Betrug am Fan»

Von Gino Bosisio
Hans-Joachim Stuck

Hans-Joachim Stuck

«Sport und Talk aus dem Hagar-7» von ServusTV in Salzburg: Natürlich war der skurrile WM-Lauf von Belgien das grosse Thema. Rennlegende Hans-Joachim Stuck: «Ein klarer Fall von Betrug.»

Das Formel-1-Rennen von Spa-Francorchamps, das keines war, wird noch lange nachhallen. Auch in der ServusTV-Sendung «Sport und Talk aus dem Hangar-7» wurde über das kürzeste Rennen der WM--Geschichte gesprochen, das Max Verstappen mit halben Punkten gewann.

Auch der langjährige Formel-1-Fahrer und Sportwagen-Weltmeister Hans-Joachim Stuck (70) wundert sich: «Das ist eine Farce. Vor allem für die Fans war das ein klarer Fall von Betrug. Es sitzen hier doch die besten Fahrer der Welt hinter dem Lenkrad. Mir kann keiner erzählen, dass man so lange zuwarten musste. Ich hoffe der Veranstalter ist so gescheit und sagt – die Fans bekommen ihr Geld zurück.»

«Ich fände es gut, wenn mehr Rennkommissare entscheiden würden, die selber Fahrer waren. Wenn Emanuele Pirro in Belgien Steward gewesen wäre, dann wäre gestartet worden, da bin ich mir ganz sicher.»

Red Bull-Fahrer Alex Albon sagt: «Immer nur zu warten, sehe ich nicht als Lösung. In der Formel 1 gibt es mehr Gischt als in der Formel 3. Aber das Wetter ist in der Formel 3 nicht gefährlicher als in der Formel 1. Sie haben sich den gefährlichsten Zeitpunkt ausgesucht, auf die Bahn zu gehen, schlimmer als zuvor in der Formel 3 und im Porsche-Cup, die am Sonntag ebenfalls ihre Rennen hatten.»

Viele Fans fragen noch immer: Wieso nicht einfach am Montag fahren? Alex Albon: «Als Fahrer würdest du einen Tag bleiben, weil es eine gute Strecke ist. Die Piloten sind nicht das Problem hier. Es geht um die Logistik.»

Servus-TV-Experte Mathias Lauda sagt: «Am Anfang war es am besten vom Wetter her. Max hat auch gesagt, aus seiner Sicht könne es losgehen. Man hätte doch mal schauen können, wie es sich entwickelt. Die Fans wollen einen stehenden Start. Da sieht man dann auch die Regen-Experten, die im Regen einen guten stehenden Start schaffen.»

Belgien-GP

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 3 Runden
02. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1,8 sec
03. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +4,4
04. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +7,7
05. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +12,0
06. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +16,3
07. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +17,8
08. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +20,6
09. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +22,3
10. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +23,8
11. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +27,9
12. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +29,8
13. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +32,5
14. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +39,0
15. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +45,4
16. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +55,7
17. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +1:02,6 min
18. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1:12,4
19. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1:18,3
20. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:21,5

WM-Stand nach 12 von 23 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 202.5 Punkte
2. Verstappen 199.5
3. Norris 113
4. Bottas 108
5. Pérez 104
6. Sainz 83.5
7. Leclerc 82
8. Ricciardo 56
9. Gasly 54
10. Ocon 42
11. Alonso 38
12. Vettel 35
13. Tsunoda 18
14. Stroll 18
15. Russell 13
16. Latifi 7
17. Räikkönen 2
18. Giovinazzi 1
19. Schumacher 0
20. Mazepin 0

Teams
1. Mercedes 311
2. Red Bull Racing 304
3. McLaren 169
4. Ferrari 166
5. Alpine 80
6. AlphaTauri 72
7. Aston Martin 53
8. Williams 20
9. Alfa Romeo 3
10. Haas 0

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