Formel 1: Hamilton über Kampf mit Verstappen

Mick Schumacher (Haas): Kein Update von Ferrari

Von Mathias Brunner
Mick Schumacher

Mick Schumacher

Seit dem Russland-GP in Sotschi setzt Ferrari einen verbesserten 1,6-Liter-V6-Motor ein, als Testlauf für die GP-Saison 2022. Nun ist klar: Mick Schumacher wird den optimierten Motor bei Haas 2021 nicht erhalten.

Ferrari setzt seit dem Grossen Preis von Russland Ende September einen verbesserten Motor ein, dessen Hybridkomponenten optimiert worden sind. Charles Leclerc wurde damit in der Türkei und in Texas Vierter. Die Italiener sehen den Einsatz als Test im Hinblick auf das komplett neue Aggregat, das 2022 kommt.

Zur Erinnerung: Jeder Motorhersteller darf 2021 die verschiedenen Elemente der so genannten Antriebseinheit einmal verbessern – also Verbrennungsmotor, Turbolader, MGU-K (Generator für elektrische Energie, die beim Bremsen gesammelt wird), MGU-H (Generator für elektrische Energie beim Turbolader), Batterie und Steuer-Elektronik.

Ferrari-Sportdirektor Laurent Mekies bestätigte in Sotschi: «Das grösste Ziel beim Einsatz dieser Antriebseinheit besteht darin, gewisse Teile für 2022 zu testen. Wir haben sehr hart gearbeitet, um die verbesserten Hybridkomponenten so früh auf die Bahn zu bringen. Wir wollen auf der Rennstrecke sehen, dass unsere Richtung stimmt, was die Motortechnik angeht. Denn Simulationen und Versuche auf den Prüfständen sind das Eine, der Einsatz auf einer Rennstrecke jedoch ist erheblich aussagekräftiger.»

Aber was ist mit dem Ferrari-Kunden Haas und mit Ferrari-Junior Mick Schumacher? Wann kann er vom verbesserten Triebwerk profitieren? Antwort: gar nicht.

Haas-Teamchef Günther Steiner bestätigte im Rahmen des USA-GP auf dem Circuit of the Americas: «Ein verbessertes Aggregat noch in dieser Saison einzusetzen, das hätte bei unserem Auto keinen grossen Unterschied gemacht. Wenn man etwas Neues verwendet, dann gibt es auch Probleme mit der Standfestigkeit. Aus unserer Sicht ist es besser, wenn Ferrari die letzten WM-Läufe dieser GP-Saison dazu nutzt, um Dinge im Hinblick auf den nächstjährigen Motor bereits einmal zu testen. Je besser dann der Ferrari-Motor wird, desto glücklicher bin ich.»

Der US-amerikanische Haas-Rennstall ist in der GP-Saison 2021 weiterhin ohne Punkte und wird die Weltmeisterschaft mit grosser Wahrscheinlichkeit als Letzter beenden. Das beste Ergebnis hat Mick Schumacher mit Platz 12 in Ungarn eingefahren.

USA-GP, Austin

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:34:36,982h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +1,333 sec
03. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +42,233
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +52,246
05. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1:16,854 min
06. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +1:20,128
07. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +1:23,545
08. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +1:24,395
09. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde
10. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
11. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
13. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
14. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
15. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
16. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +2 Runden
17. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +2 Runden
Out
Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, Hinterradaufhängung
Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, Aufgabe
Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, Heckflügel

WM-Stand nach 17 von 22 Rennen

Fahrer
1. Verstappen 287.5 Punkte
2. Hamilton 275.5 Punkte
3. Bottas 185
4. Pérez 150
5. Norris 149
6. Leclerc 128
7. Sainz 122.5
8. Ricciardo 105
9. Gasly 74
10. Alonso 58
11. Ocon 46
12. Vettel 36
13. Stroll 26
14. Tsunoda 20
15. Russell 16
16. Latifi 7
17. Räikkönen 6
18. Giovinazzi 1
19. Schumacher 0
20. Kubica 0
21. Mazepin 0

Teams
1. Mercedes 460.5
2. Red Bull Racing 437.5
3. McLaren 254
4. Ferrari 250.5
5. Alpine 104
6. AlphaTauri 94
7. Aston Martin 62
8. Williams 23
9. Alfa Romeo 7
10. Haas 0

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