Aki Ajo: «Du musst deine Emotionen kontrollieren»

Von Otto Zuber
Moto2
Teambesitzer Aki Ajo

Teambesitzer Aki Ajo

Der finnische Teambesitzer Aki Ajo hat in den letzten 13 Jahren sechs Fahrer-WM-Titel gewonnen. Entsprechend gut weiss er, was nötig ist, um im GP-Zirkus erfolgreich unterwegs zu sein.

In der jüngsten Ausgabe des MotoGP-Podcasts «Last On The Brakes» ist der ehemalige Rennfahrer und heutige Teambesitzer Aki Ajo bei Matt Dunn and Fran Wyld zu Gast. Der leidenschaftliche Kopf der Red Bull KTM Ajo-Mannschaft, dessen Schützlinge Remy Gardner (in der Moto2) und Pedro Acosta (in der Moto3) die WM-Tabellen der kleinen GP-Klassen anführen, plaudert aus dem Nähkästchen und verrät dabei auch sein Erfolgsgeheimnis.

«Wir betreiben eine der anspruchsvollsten Sportarten der Welt, da stimmen mir sicher viele zu. Und um in diesem sehr anstrengenden und belastenden Sport zu bestehen, musst du deine Emotionen kontrollieren können. Dazu gehört sicher auch, seinen Emotionen freien Lauf zu lassen, wenn man einen schwierigen Augenblick durchlebt», ist sich Ajo sicher.

«Wir hatten diese Gespräche auch in der Vergangenheit mit Marc, und ich sagte ihm: 'Hey, wenn du das Gefühl hast, dass du weinen musst, dann weine bitte, und mäh es richtig! Das wird dir helfen und du fühlst dich hinterher vielleicht befreit.' Das ist nur ein Beispiel, denn das ist ein so emotionaler Sport, dass man wirklich alle Wege kennenlernen muss, die es gibt, um die eigenen Emotionen im Griff zu haben», erzählt der Finne.

«Wer sich wirklich fokussieren und seine Emotionen kontrollieren kann, der wird auch stark sein», kommt Ajo zum Schluss. Er weiss: «Der Druck, der auf den Fahrern lastet, ist gross, es ist eine sehr harte und raue Welt, und die Fahrer werden auch unter Druck gesetzt, und es ist nicht der sicherste Sport.»

«Da ist auch der Druck, in der WM einen guten Platz für die nächste Saison und die Zukunft zu finden, es ist also immer eine grosse Last, die auf den Schultern der Rennfahrer ruht», mahnt der Ex-Rennfahrer. «Deshalb ist es wichtig, dass die Teams den Druck kontrollieren, damit die Fahrer sich ganz darauf konzentrieren können, ihren Job bestmöglich zu machen.»

«Ich weiss, dass ich mich wiederhole, aber es geht um den Fokus und die Ruhe, diese Faktoren sind sehr wichtig. Und wenn wir den Druck etwas reduzieren können, dann hilft das, den Fokus und die Ruhe zu bewahren. Und in meinen Augen ist es das Beste, sich auf die eigene Arbeit zu konzentrieren», fügt Ajo an.

Moto2-Ergebnis, Montmeló (6. Juni):

1. Remy Gardner, Kalex
2. Raúl Fernandez, Kalex, + 1,872 sec
3. Xavi Vierge, Kalex, + 2,866
4. Marco Bezzecchi, Kalex, + 3,207
5. Augusto Fernandez, Kalex, + 3,899
6. Bo Bendsneyder, Kalex, + 4,541
7. Sam Lowes, Kalex, + 4,875
8. Marcel Schrötter, Kalex, + 15,973
9. Somkiat Chantra, Kalex, + 17,515
10. Joe Roberts, Kalex, + 19,838
11. Jorge Navarro, Boscoscuro, + 20,571
12. Albert Arenas, Boscoscuro, + 22,512
13. Tony Arbolino, Kalex, + 22,558
14. Celestino Vietti, Kalex, + 23,238
15. Thomas Lüthi, Kalex, + 23,958

WM-Stand (nach 7 von 19 Rennen):

1. Remy Gardner 139 Punkte, 2. Raúl Fernandez 128, 3. Marco Bezzecchi 101, 4. Sam Lowes 75, 5. Fabio Di Giannantonio 60, 6. Joe Roberts 50, 7. Marcel Schrötter 49, 8. Xavi Vierge 42, 9. Ai Ogura 39, 10. Aron Canet 35, 11. Bo Bendsneyder 35, 12. Augusto Fernandez 34, 13. Tony Arbolino 30, 14. Jorge Navarro 24, 15. Cameron Beaubier 20. – 29. Thomas Lüthi 2.

Stand Marken-WM nach 7 von 19 Rennen:

1. Kalex 175 Punkte. 2. Boscoscuro 52. 3. MV Agusta 10. 4. NTS 8.

Stand Team-WM nach 7 von 19 Rennen:

1. Red Bull KTM Ajo 267 Punkte. 2. Sky Racing Team VR46 116. 3. Elf Marc VDS Racing Team 109. 4. Liqui Moly Intact GP 79. 5. Federal Oil Gresini Moto2 65. 6. Italtrans Racing Team 56. 7. Petronas Sprinta Racing 53. 8. Idemitsu Honda Team Asia 50. 9. Inde Aspar Team 45. 10. Pertamina Mandalika SAG Team 37. 11. American Racing 29. 12. Flexbox HP40 28. 13. MB Conveyors Speed Up 28. 14. MV Agusta Forward Racing 10. 15. NTS RW Racing GP 8.

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