Dirk Geiger bei Prüstel-KTM: «Baltus würdig ersetzen»

Von Günther Wiesinger
Moto3
Dirk Geiger fuhr beim Sachsenring-GP für Kiefer im Waldi-Design

Dirk Geiger fuhr beim Sachsenring-GP für Kiefer im Waldi-Design

Beim GP-Debüt auf dem Sachsenring schaffte der talentierte Dirk Geiger (17) als Wildcard-Fahrer Rang 23. Jetzt freut er sich auf vier Grand Prix bei PrüstelGP.

Das deutsche PrüstelGP-KTM-Moto3-Team hat sich mit der Verpflichtung des erst 15-jährigen Belgiers Barry Baltus eine zusätzliche Belastung eingehandelt. Denn Baltus ist für die ersten vier Moto3-WM-Rennen 2020 nicht startberechtigt. Er wird erst am 3. Mai 16 Jahre alt, das ist das Mindesthalter für die kleinste GP-Klasse – und der Renntag des ersten Europa-GP in Jerez.

Baltus (er war 2019 Zwölfter in Red Bull Rookies-Cup) darf also dort am Freitag und Samstag nicht trainieren. Theoretisch könnte er das WM-Rennen trotzdem bestreiten. «Gemäß Reglement könnte Baltus am Warm-up am Sonntag teilnehmen und dann vom letzten Startplatz aus wegfahren, wenn er im 20-Minuten-Warm-up eine Zeit erreicht, die nicht mehr als 107 Prozent über der besten Qualifying-Zeit liegt», sagte Mike Trimby, CEO der Teamvereinigung IRTA und Mitglied des Selektions-Komitees.

Trimby fügte aber an: «Wir haben dem Team empfohlen, sich diese Idee aus dem Kopf zu schlagen.»

Deshalb macht sich Dirk Geiger Hoffnungen, auf der PrüstelGP-KTM nicht nur die ersten vier Rennen bestreiten zu können, sondern fünf – inklusive Jerez.

«Ich bin bereits mega aufgeregt, da die Teamvorstellung von PrüstelGP am 8. Februar stattfindet. Und ich hoffe natürlich, dass viele rennsportbegeisterte Fans kommen. Ich trainiere momentan sehr viel in Deutschland und in Spanien», erzählte Geiger gegenüber SPEEDWEEK.com.

«Dirk trainiert wegen der Witterung in Deutschland in erster Linie mit dem Pitbike», sagt Manager Peter Bales. «Er fährt sehr viel Fahrrad und geht ins Fitnessstudio. «In Spanien trainiert er mit einer European-Talent-Cup-Maschine, bis er die Moto3-Maschine von Prüstel testen kann.»

Geiger gewann 2016 und 2017 den vom ADAC initiierten und nach den zwei Jahren wieder eingestampften «Northern Europe Cup» in der Moto3-Standard-Klasse. Zur Belohnung gab es Ende 2017 in Aragón einen Wild-Card-Einsatz in der Junioren-WM. Mit Platz 34 war die Schere zwischen der ADAC-Klasse und der Vorstufe zur Moto3-WM deutlich.

2018 war der Mannheimer wieder in Spanien unterwegs: Er startete für das Team Intact Battery Power MAS-FMT im European Talent Cup, der im Rahmen der Junioren-WM ausgetragen wird. In elf Rennen fuhr er sieben Mal in die Punkte und belegte am Ende Rang 20.

2019 nahm Geiger in einem Joint Venture zwischen Prüstel und Kiefer am Sachsenring-GP mit einer Moto3-Wildcard teil. Er trat bei Kiefer im Waldmann-HB-Design auf, kannte die KTM nicht und beendete das Rennen auf Platz 23. Dazu schaffte er im European Talent Cup 2019 den neunten Gesamtrang.

«Ich bin für die ersten Tests mit Prüstel-GP im Februar bestens vorbereitet», versichert der talentierte Mannheimer. «Ich werde natürlich 100 Prozent Einsatz reinlegen, um Billy Baltus würdig zu ersetzen. ich bin mir meiner Sache sehr sicher.»

Die Erfolgsbilanz von Dirk Geiger

• 2019
Bester Deutscher, Platz 9 FIM CEV Repsol European Talent Cup
• 2018
Bester Deutscher, Platz 20 FIM CEV Repsol European Talent Cup
• 2017
Deutscher Meister, ADAC Northern European Cup Moto3
• 2016
Deutscher Meister, ADAC Northern European Cup Moto3
• 2015
Sieger ADAC Junior Cup, powered by KTM und ADAC Nachwuchssportler des Jahres
• 2014
Deutscher Meister ADAC Minibike Cup Nachwuchs, Vize-Europameister Honda NSF 100
• 2013
4. Platz, ADAC Minibike Cup Nachwuchs
• 2012
Deutscher Meister, ADAC Minibike Cup Einsteiger
• 2011
Deutscher Meister, Pocketbike Junior B, 3. Platz UEM Pocketbike Europameisterschaft
• 2010
Deutscher Meister, Pocketbike Junior A

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