Nach Katar-Erfolg: Yamaha-Duo in Portimão siegfähig?

Von Tim Althof
MotoGP
Maverick Viñales und Fabio Quartararo bescherten dem Yamaha-Werksteam bei den beiden MotoGP-Rennen in Katar einen optimalen Saisonstart, doch das wahre Potenzial der Yamaha M1 wird wohl in Portimão ans Tageslicht kommen.

Bereits in der Saison 2020 war Yamaha nach der Anzahl der Siege der erfolgreichste Hersteller in der MotoGP-Klasse. Fabio Quartararo und Franco Morbidelli sicherten dem Privatteam Petronas sechs Siege, hinzu kam ein Erfolg von Werksfahrer Maverick Viñales. Dass es am Ende trotzdem nicht zum Herstellertitel reichte, lag am Punkteabzug, den der japanische Hersteller über sich ergehen lassen musste, weil man zu Saisonbeginn illegale Ventile benützte.

Auch die aktuelle Saison begann Yamaha mit zwei Siegen. Quartarao und Vinales liegen vor dem dritten GP in Portugal punktgleich auf den Gesamträngen 2 und 3, nur vier Punkte hinter WM-Leader Johann Zarco (Ducati). Doch in Portimão reichte es im Vorjahr für die Yamaha-Piloten nur zu Plätzen außerhalb der Top-10. Lediglich Franco Morbidelli landete mit der M1 aus dem Vorjahr auf dem Podium. Am kommenden Wochenende wird bei Yamaha also eine Bestimmung des Standpunkts erfolgen.

«Im letzten Jahr war ich in einer anderen Situation, denn wir haben um den Titel gekämpft, doch in Valencia hatte ich zwei Stürze und dann folgte das Saisonfinale. Es war sehr schwierig und wenn das Bike nicht nach Plan lief, war mein Spirit nicht der gleiche. Das war ein Fehler», sagte er am Donnerstag in der Pressekonferenz. «In Katar habe ich mich sehr gut auf dem Motorrad gefühlt und deshalb glaube ich, dass nun der beste Moment ist, um das wahre Potenzial der Maschine auf dieser Strecke herauszufinden.»

Der 21-Jährige betonte anschließend: «Ich habe eine Menge Selbstvertrauen und ich glaube, das Motorrad ist stark. Ich denke, dass es nicht so schlecht wie im letzten Jahr in Portimão laufen wird, die Strecke könnte uns liegen.»

Auch Viñales ist überzeugt davon, dass es in diesem Jahr auf der 4,592 km langen Berg-und-Tal-Bahn an der Algarve deutlich besser laufen wird als 2020. «Letztes Jahr hatten wir eigentlich nicht so große Probleme hier, denn wir sind freitags stark in das Wochenende gestartet, aber wir haben zu viel versucht und sind damit vom Weg abgekommen», erklärte der Spanier.

«Ich glaube, dass wir verstehen müssen, wie wir das größtmögliche Potenzial aus dieser Strecke holen können. Es ist die Art von Rennstrecke, die ich sehr mag und wo ich weiß, dass ich schnell sein kann», sagte der 26-Jährige vor dem Wochenende und fügte hinzu: «Im letzten Jahr kamen wir nach einer schwierigen Reihe von Rennen her, aber nun ist es eine andere Situation. Wir müssen hart arbeiten und wir werden versuchen, im Qualifying vorne zu sein und das Maximum herauszuholen, denn das ist sehr wichtig für das Rennen.»

MotoGP-Fahrer-WM nach 2 von 19 Rennen:

1. Zarco, 40 Punkte. 2. Quartararo 36. 3. Viñales 36. 4. Bagnaia 26. 5. Rins 23. 6. Mir 22. 7. Martin 17. 8. Aleix Espargaró 15. 9. Miller 14. 10. Pol Espargaró 11. 11. Bastianini 11. 12. Binder 10. 13. Bradl 7. 14. Rossi 4. 15. Morbidelli 4. 16. Oliveira 4. 17. Marini 0. 18. Lecuona 0. 19. Nakagami 0. 20. Savadori 0. 21. Petrucci 0.

Stand Marken-WM:
1. Yamaha, 50 Punkte. 2. Ducati 40. 3. Suzuki 26. 4. Aprilia 15. 5. KTM 11. 6. Honda 11.

Stand Team-WM:
1. Monster Energy Yamaha, 72 Punkte. 2. Pramac Ducati 57. 3. Suzuki Ecstar 45. 4. Ducati Lenovo 40. 5. Repsol Honda 18. 6. Aprilia Gresini 15. 7. Red Bull KTM 14. 8. Esponsorama Ducati 11. 9. Petronas Yamaha SRT 8.

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