Jack Miller nach Le Mans-Sieg: «Mich stört das nicht»

Von Otto Zuber
MotoGP
Nachdem Jack Miller in Le Mans seinen 2. GP-Sieg in Folge feiern durfte, sprach der Australier über die Siegeschancen seiner Markenkollegen und die Gründe für sein starkes Abschneiden bei schwierigen Verhältnissen.

Mit seinem Triumph in Le Mans – dem zweiten Sieg in Folge – konnte Jack Miller seinen Rückstand auf WM-Leader Fabio Quartararo auf 16 WM-Zähler verkürzen. Der Australier aus dem Ducati-Werksteam belegt nach den ersten fünf Kräftemessen den vierten Tabellenrang, sein Teamkollege Francesco «Pecco» Bagnaia ist auf nur einen Zähler an den Franzosen an der Spitze herangerückt und dessen erster Verfolger.

Im Rennen auf dem Circuit Bugatti musste sich der Italiener aber mit dem vierten Platz begnügen. Miller durfte sich dank Pramac-Ducati-Pilot Johann Zarco, der die Ziellinie als Zweiter kreuzte, aber dennoch über einen Markenkollegen auf dem Podium freuen. Quartararo komplettierte die Top-3 im fünften WM-Lauf des Jahres, der bei extrem schwierigen Verhältnissen über die Bühne ging.

Miller kam trotzdem gut zurecht. Auf die Frage nach den Gründen für seine Stärke bei diesen Verhältnissen wusste er nach dem Zieldurchlauf aber keine Antwort. «Keine Ahnung, ich pushe ziemlich hart bei diesen Bedingungen, wie man in der Vergangenheit und auch in diesem Rennen sehen kann. Und ich stürze bei diesen Verhältnissen auch oft. Ich weiss nicht, mich stört es nicht, wenn das Bike viel rutscht», lautete seine ehrliche Antwort.

Er könne den Grip gut einschätzen, fügte der 26-Jährige, an. «Ob das vom Motocross kommt, weiss ich nicht. Es passiert auf jeden Fall ganz natürlich. Ich denke, ich hatte aber auch das Glück, dass die Bikes, die ich bisher fuhr – die Ducati und die Honda – immer ziemlich gut im Nassen waren.»

Dass er in der bisherigen Saison der einzige Ducati-Pilot ist, der gewinnen konnte, will Miller nicht überbewerten. «Ich bin mir sicher, dass Pecco und natürlich auch Johann noch triumphieren werden, denn sie haben bereits bewiesen, dass sie schnell sind.Es gab ja auch noch nicht viele Chancen, die ersten drei Rennen hat Yamaha für sich entschieden und die jüngsten beiden Siege habe ich geholt.»

Ergebnisse MotoGP Le Mans/F, 16. Mai

1. Jack Miller, Ducati, 27 Runden in 47:25,473 min
2. Johann Zarco, Ducati, +3,970 sec
3. Fabio Quartararo, Yamaha, +14,468
4. Pecco Bagnaia, Ducati, +16,172
5. Danilo Petrucci, KTM, +21,430
6. Alex Márquez, Honda, +23,509
7. Takaaki Nakagami, Honda, +30,164
8. Pol Espargaró, Honda, +35,221
9. Iker Lecuona, KTM, +40,432
10. Maverick Viñales, Yamaha, +40,577
11. Valentino Rossi, Yamaha, +42,198
12. Luca Marini, Ducati, +52,408
13. Brad Binder, KTM, +59,377
14. Enea Bastianini, Ducati, +1:02,224 min
15. Tito Rabat, Ducati, +1:09,651
16. Franco Morbidelli, Yamaha, 4 Runden zurück
– Marc Márquez, Honda, 10 Runden zurück
– Aleix Espargaró, Aprilia, 12 Runden zurück
– Miguel Oliveira, KTM, 15 Runden zurück
– Alex Rins, Suzuki, 15 Runden zurück
– Lorenzo Savadori, Aprilia, 16 Runden zurück
– Joan Mir, Suzuki, 23 Runden zurück

Stand Fahrer-WM nach 5 Rennen:

1. Quartararo 80 Punkte. 2. Bagnaia 79. 3. Zarco 68. 4. Miller 64. 5. Viñales 56. 6. Mir 49. 7. Aleix Espargaró 35. 8. Morbidelli 33. 9. Nakagami 28. 10. Pol Espargaró 25. 11. Binder 24. 12. Rins 23. 13. Bastianini 20. 14. Alex Marquez 18. 15. Martin 17. 16. Petrucci 16. 17. Marc Márquez 16. 18. Bradl 11. 19. Rossi 9. 20. Oliveira 9. 21. Marini 9. 22. Lecuona 8. 23. Savadori 2. 24. Rabat 1.

Stand Konstrukteurs-WM:

1. Ducati 110 Punkte. 2. Yamaha 107. 3. Suzuki 53. 4. Honda 43. 5. KTM 38. 6. Aprilia 35.

Stand Team-WM:

1. Ducati Lenovo 143. 2. Monster Energy Yamaha 136 Punkte. 3. Pranac Racing 86. 4. Suzuki Ecstar 72. 5. Repsol Honda 48. 6. LCR-Honda 46. 7. Petronas Yamaha SRT 42. 8. Aprilia Racing Team Gresini 37. 9. Red Bull KTM Factory Racing 33. 10. Esponsorama Racing Ducati 29. 11. Tech3 KTM Factory Racing 24.

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