Fabio Quartararo (3.): «Bremszonen unser Vorteil»

Von Tim Althof
Weltmeister Fabio Quartararo war am Freitag Dritter

Weltmeister Fabio Quartararo war am Freitag Dritter

Hinter den beiden Ducati-Fahrern an der Spitze platzierte sich am Freitag beim MotoGP-Event in Texas der Yamaha-Star Fabio Quartararo. Obwohl er auf der langen Gerade chancenlos ist, malt er sich viel für das Rennen aus.

Yamaha hat in diesem Jahr alle Hände voll zu tun. Gegen die starken Bikes der Konkurrenz sieht Fabio Quartararo oft kein Land, denn gerade auf den Höchstgeschwindigkeitsabschnitten verliert der Franzose auf seiner M1 viel an Boden und ein Überholvorgang ist beinahe unmöglich. Umso wichtiger ist die Startposition für ein MotoGP-Rennen. Beim freien Training zum «Red Bull Grand Prix of the Americas» in Austin landete der aktuelle Weltmeister auf dem dritten Platz, etwas 0,3 Sekunden fehlten ihm auf seinen Landsmann Johann Zarco (Ducati) an der Spitze.

Kurz und knapp fasste der 22-Jährige seinen Tag zusammen. «Die Strecke bietet guten Grip, wir haben nur im ersten Run in FP2 etwas am Bike ausprobiert, aber das hat nicht funktioniert», stellte er klar. «Wir sind mit dem Tag recht zufrieden, auch wenn ich einen kleinen Fehler während der Zeitenjagd gemacht habe.»

Die 5,5 km lange Piste wurde neu asphaltiert, hat es geholfen? «Im letzten Jahr war es sehr gefährlich mit den Bodenwellen. Wenn du in Kurve 2 einfahren wolltest, musstest du das Motorrad aufrichten, damit du nicht stürzt. Jetzt kannst du in sehr vielen Kurven riskieren und das Fahren zu 100 Prozent genießen», versicherte Quartararo am Freitagnachmittag.

Hat sich der Franzose schon für einen Rennreifen für den Sonntag entschieden? «Rins war in der Pace mit dem weichen Hinterreifen sehr stark unterwegs, wir müssen am Samstag noch etwas finden. Es wird wichtig sein, viele Runden mit der weichen Mischung zu fahren, damit wir uns für das Rennen die Entscheidung einfacher machen», betonte der Yamaha-Werksfahrer. «Zwölf Runden auf dem Medium waren sehr konstant, wir müssen die Performance nun vergleichen.»

«Wir haben einen großen Vorteil in den Bremszonen und hier gibt es einige lange Bremszonen, die müssen wir zu unserem Vorteil nützen. Leider verlieren wir auf der Geraden, doch das Meiste machen wir auf der Bremse wieder gut», antwortete der Franzose auf die Frage nach den Vor- und Nachteilen auf dem Circuit of the Americas.

MotoGP, Austin, kombinierte Zeiten nach FP2 (8. April):

1. Zarco, Ducati, 2:02,542 min
2. Miller, Ducati, + 0,247 sec
3. Quartararo, Yamaha, + 0,295
4. Bastianini, Ducati, + 0,342
5. Rins, Suzuki, + 0,488
6. Marc Márquez, Honda, + 0,499
7. Viñales, Aprilia, + 0,543
8. Mir, Suzuki, + 0,601
9. Bagnaia, Ducati, + 0,645
10. Martin, Ducati, + 0,813
11. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,828
12. Pol Espargaró, Honda, + 0,896
13. Brad Binder, KTM, + 0,996
14. Marini, Ducati, + 1,020
15. Dovizioso, Yamaha, + 1,164
16. Alex Márquez, Honda, + 1,253
17. Nakagami, Honda, + 1,532
18. Di Giannantonio, Ducati, + 1,825
19. Bezzecchi, Ducati, + 1,921
20. Gardner, KTM, + 1,993
21. Morbidelli, Yamaha, + 2,122
22. Darryn Binder, Yamaha, + 2,137
23. Raúl Fernández, KTM, + 2,228
24. Oliveira, KTM, + 2,800

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