Toprak Razgatlioglu riskierte mehr als alle anderen

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Toprak Razgatlioglu

Toprak Razgatlioglu

Als Toprak Razgatlioglu bei den Superbike-WM-Tests in Jerez seine Bestzeit fuhr, waren die Bedingungen nicht ideal – der Yamaha-Pilot ignorierte die feuchten Flecken.

Yamaha-Neuzugang Toprak Razgatlioglu ist bekannt für seine hohe Risikobereitschaft und aggressive Fahrweise. Als die Gegner am Donnerstagnachmittag auf dem Jerez Circuit noch vorsichtig um die letzten feuchten Flecken herumzirkelten, fuhr der Türke bereits volle Attacke.

Und wurde letztlich mit der zweitbesten Testzeit belohnt, nur Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) war um 0,2 sec schneller.

«Seit ich im Yamaha-Werksteam fahre, lastet mehr Druck auf mir», erzählte Toprak. «Ich war nie zuvor in einem Werksteam, sondern fuhr fünf Jahre lang für Puccetti. Dort war ich immer alleine, jetzt habe ich mit Michael van der Mark einen Teamkollegen. Ein guter Typ – auf der Strecke kämpfen wir, aber abseits davon sind wir Kumpel. Manchmal ist es besser, Druck zu haben. Es ist gut, einen schnellen Teamkollegen zu haben, wir spornen uns gegenseitig an.»

Razgatlioglu absolviert wie zahlreiche andere SBK-Asse am Sonntag und Montag in Portimao den letzten Europa-Test, bevor das Material nach Australien verschickt wird, wo am letzten Februar-Wochenende auf Phillip Island die Weltmeisterschaft 2020 beginnt.

«Dort will ich gleich aufs Podium fahren», unterstrich der WM-Fünfte des Vorjahres. «Das hatte ich mir 2019 auch vorgenommen, darauf wollte ich meine Saison aufbauen. Aber es klappte nicht und meine Saison kam erst im Mai in Imola richtig in Schwung. Danach schaffte ich es öfters aufs Podium, diese Saison soll es von Anfang an so sein.»

2019 hast du auf der Puccetti-Kawasaki 13 Podestplätze erobert: Sind dieses Jahr mehr möglich? «Auf jeden Fall, das ist ein Werksteam», unterstrich der 23-Jährige. «Puccetti ist kein großes Team, bei Yamaha wird rund um die Uhr gearbeitet.»

Zeiten Superbike-Test Jerez, 22/23. Januar 2020:

1 Jonathan Rea, Kawasaki, 1:40,983 min
2 Toprak Razgatlioglu, Yamaha, 1:41,214
3 Scott Redding, Ducati, 1:41,407
4 Alex Lowes, Kawasaki, 1:41,642
5 Michael van der Mark, Yamaha, 1:42,707
6 Leon Haslam, Honda, 1:42,797
7 Loris Baz, Yamaha, 1:43,384
8 Alvaro Bautista, Honda, 1:43,579
9 Michael Rinaldi, Ducati, 1:43,789
10 Federico Caricasulo, Yamaha, 1:43,811
11 Tom Sykes, BMW, 1:44,014
12 Maximilian Scheib, Kawasaki, 1:44,153
13 Garrett Gerloff, Yamaha, 1:44,214
14 Sandro Cortese, Ducati, 1:44,258
15 Chaz Davies, Ducati, 1:44,276
16 Sylvain Barrier, Ducati, 1:44,322
17 Leandro Mercado, Ducati, 1:44,451
18 Eugene Laverty, BMW, 1:44,543

Mehr über...

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Romain Grosjean (Haas): Seine fünf Schutzengel

Mathias Brunner
​Es besteht kein Zweifel: Noch vor wenigen Jahren hätte Romain Grosjean bei einem Unfall wie am 29. November 2020 sein Leben verloren. Es waren vor allem fünf Faktoren, die ihn gerettet haben.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Di. 01.12., 20:55, Motorvision TV
    Formula E Street Racers
  • Di. 01.12., 21:20, Motorvision TV
    Formula E - Specials
  • Di. 01.12., 21:50, Motorvision TV
    Racing Files
  • Di. 01.12., 22:30, ORF Sport+
    WRC Rallye - Colin McRae - 25 Years a Champion
  • Di. 01.12., 22:45, Motorvision TV
    Racing in the Green Hell
  • Mi. 02.12., 02:30, ORF Sport+
    WRC Rallye - Colin McRae - 25 Years a Champion
  • Mi. 02.12., 03:25, SPORT1+
    Motorsport - FIA WEC
  • Mi. 02.12., 03:45, Motorvision TV
    Perfect Ride
  • Mi. 02.12., 05:20, Motorvision TV
    Top Speed Classic
  • Mi. 02.12., 05:30, Puls 4
    Café Puls mit PULS 4 News
» zum TV-Programm
6DE