Leon Camier (Ducati) verzichtet: «Es wäre sinnlos»

Von Gordon Ritchie
Superbike-WM
Leon Camier ist zum Zuschauen verdammt

Leon Camier ist zum Zuschauen verdammt

Nicht einmal fünf Wochen nach seiner Schulter-Operation wollte Leon Camier (Barni Ducati) bei den Superbike-WM-Testfahrten in Portimao wieder auf der V4R sitzen. Diese Idee hat er sich inzwischen aus dem Kopf geschlagen.

Um die Testarbeit des Barni-Teams kümmert sich in Portimao erneut Ersatzfahrer Sandro Cortese, der bereits vergangene Woche zwei Tage auf der Panigale V4R saß.

Stammfahrer Leon Camier wollte ursprünglich ein Roll-out wagen, um zu sehen, ob seine am 24. Dezember operierte linke Schulter der Belastung auf der Rennmaschine standhält.

«Die Schulter ist so kompliziert, es ist eine Qual», erzählte Camier SPEEDWEEK.com in Portimao. «Es gibt so viele kleine Muskeln, die alle richtig funktionieren und balanciert sein müssen. Obwohl die Verletzung nicht so schlimm war wie beim ersten Mal, erhole ich mich nicht so gut. Es ist noch früh, ich brauche mehr Zeit. Direkt nach der Operation hatte ich sofort einen guten Bewegungsumfang, jetzt wird es aber immer schlechter. Je mehr ich mache, umso schlimmer wird es. Jetzt muss ich versuchen ruhig zu bleiben, damit die Entzündung zurückgeht. Bis Phillip Island geht es dann hoffentlich.»

Der Engländer weiter: «Ich habe einiges an Muskelmasse verloren, die Muskeln und Sehnen sind entzündet. Als ich am Samstag auf das Motorrad stieg, hatte ich das Gefühl, dass ich es versuchen kann. Aber es ist sinnlos. Ich habe mit meinen Ärzten und dem Team gesprochen: Wir sind uns einig, dass fahren keinen Sinn macht, so lange ich das nicht auf meinem normalen Level tun kann. Sonst riskiere ich, dass es noch schlimmer wird. Mein Ziel ist, auf Phillip Island zu fahren. Im Moment glaube ich auch, dass das klappt. Genau weiß ich das aber erst, wenn es soweit ist. Das ist nicht wie bei einem gebrochenen Knochen. Der wird repariert und du kannst wieder fahren. Es ist gescheiter erst zurückzukommen, wenn ich wieder fit bin. Sonst geht es mir wie Ben Spies: Er kam zu früh zurück und hat jetzt Probleme für den Rest seines Lebens.»

Am 24/25. Februar wird auf Phillip Island getestet, am Wochenende darauf beginnt die Weltmeisterschaft 2020. Würde Camier erst zum Europa-Auftakt in Jerez Ende März einsteigen, hätte er vier Wochen zusätzliche Genesungszeit.

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