Karel Abraham kurz vor Vertragsunterzeichnung für SBK

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Karel Abraham freut sich auf die Superbike-WM

Karel Abraham freut sich auf die Superbike-WM

Wie von SPEEDWEEK.com exklusiv angekündigt, finden diese Woche die finalen Gespräche zwischen Karel Abraham und dem Team Milwaukee Yamaha für die Superbike-WM 2016 statt.

Seit letzter Woche wissen regelmäßige SPEEDWEEK-User, dass der Tscheche Karel Abraham nach zehn Jahren seine Grand-Prix-Karriere beenden und für kommende Saison in die Superbike-WM wechseln wird.

Zu seinem Transfer in das Team Milwaukee Yamaha sagt der 25-Jährige: «Im Moment ist noch nichts unterschrieben, aber es steht für uns ein sehr wichtiges Meeting an, bei dem wir die Möglichkeiten mit Teamchef Shaun Muir besprechen werden.»

Während Abraham öffentlich davon spricht, dass er mehrere Möglichkeiten habe in die Superbike-WM zu wechseln, hat er Vertrauten gegenüber längst bestätigt, dass Milwaukee sein Wunsch und seine beste Möglichkeit ist. WM-Neuling Milwaukee hätte mit dem Britischen Meister Joshua Brookes und Abraham ein vorzeigbares Fahrerduo.

Abraham weiß, dass die Superbike-WM für ihn kein Selbstläufer wird. Im GP-Sport hat er nie den großen Wurf gelandet, in elf Jahren fuhr der Mann aus Brünn nur zweimal aufs Podest. In seiner einzigen Moto2-Saison 2010 gewann er das Rennen in Valencia und wurde in Motegi Dritter. Seine beste WM-Platzierung erzielte er im selben Jahr als Zehnter. Seit 2011 fuhr Abraham MotoGP. Seine Highlights: drei siebte Plätze und Gesamtrang 14 in den Jahren 2011 und 2012.

«Es kann verwirrend sein, was die GP-Piloten in der Superbike-WM gezeigt haben und anders herum», erzählte der zukünftige Yamaha-Pilot gegenüber worldsbk.com. «Man kann nicht wirklich sagen, ob das Motorrad zu einem Fahrer passt. Davon abgesehen ist es immer schwierig, sich an eine neue Klasse anzupassen und natürlich wollen alle immer gewinnen. Aber wenn ich wechsle, dann werde ich wie immer alles geben. Ich fahre seit meinem 15. Lebensjahr in der Weltmeisterschaft und hatte einige Saisons mit Höhen und Tiefen. Natürlich habe ich meine besten Erinnerungen an Moto2, wo ich ein Rennen gewonnen habe, aber auch an MotoGP. Gerade mit Ducati, als mir meine besten Ergebnisse gelangen.»

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