Mattia Binotto (Ferrari) zu Mini-GP: Chaos-Potenzial

Von Mathias Brunner,

Im Rahmen des britischen Grand Prix von Silverstone wird erstmals ein so genanntes Sprint-Qualifying gefahren, ein Mini-GP über 17 Runden. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto wittert Chaos-Potential.

Es ist beschlossene Sache: Am Samstag, 17. Juli, findet auf der Traditionsstrecke von Silverstone erstmals in der Formel 1 ein Sprintrennen statt. Der Sieger des Mini-GP namens Sprint-Qualifying über 17 Runden erhält für den eigentlichen Grand Prix die Pole-Position. Zuvor war erwogen worden, die Reihenfolge des Freitag-Qualifyings als Grundlage zur Startaufstellung des britischen Grand Prix zu verwenden.

Für die ersten Drei des Sprints gibt’s Bonus-Punkte: drei für den Ersten, zwei für den Zweitplatzierten, einen für den Drittplatzierten. Formel-1-Rennleiter Ross Brawn verspricht den Fans «hundert Kilometer Action».

Im Rahmen des GP-Wochenendes auf dem Red Bull Ring ist auch Ferrari-Teamchef Mattia Binotto auf das neue Format angesprochen worden. Der Italiener sagt: «Wir dürfen nicht vergessen, dass in Silverstone auch eine neue Reifenspezifikation eingeführt wird. Wir haben sie im Training des Österreich-GP ausprobiert.»

«Nun werden wir die Ausgangslage haben, dass wir nur am Freitagmorgen mit den neuen Reifen trainieren können, bevor schon die Qualifikation beginnt.» Binotto wittert Potenzial für Chaos: «Neue Reifen, neuer Ablauf, kaum Erfahrung mit diesen Walzen. Ich könnte mir vorstellen, dass es ein schönes Durcheinander gibt, wenn die Leute keine Zeit haben werden, die Abstimmung zu optimieren.»

Die Ferrari-Piloten sind eher skeptisch. Carlos Sainz: «Wir haben ja keinen Boxenstopp, also gibt es strategisch wenig, was du machen kannst, um vorzustossen. Aber nur 17 Runden sollte uns die Möglichkeit geben, ein wenig Spass zu haben. Leider ist Silverstone keine überholfreundliche Strecke.»

Der Trainings/Quali-Ablauf sieht in Silverstone nach heutigem Stand so aus (alle Zeiten gemäss mitteleuropäischer Sommerzeit):

Freitag, 16. Juli: 15.30–16.30 Freies Training
Freitag, 16. Juli: 19.00–20.00 Qualifying
Samstag, 17. Juli: 13.00–14.00 Freies Training
Samstag, 17. Juli: 17.30 Sprint Qualifying (17 Runden)
Sonntag, 18. Juli: 16.00 Britischer Grand Prix (52 Runden)

 

Österreich-GP, Spielberg

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:23:55,147h
02. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +17,973 sec
03. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +20,019
04. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 46,452
05. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 57,144
06. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 57,915
07. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:00,395 min
08. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:01,195
09. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:01,844
10. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1 Runde
11. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
12. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde
13. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
14. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
15. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde*
16. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
17. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde*
18. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
19. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +2 Runden
Out
Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1 Runde
* Kollision und out, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet

WM-Stand nach 9 von 23 Rennen

Fahrer
1. Verstappen 182 Punkte
2. Hamilton 150
3. Pérez 104
4. Norris 101
5. Bottas 92
6. Leclerc 62
7. Sainz 60
9. Ricciardo 40
8. Gasly 39
10. Vettel 30
11. Alonso 20
12. Stroll 14
13. Ocon 12
14. Tsunoda 9
15. Räikkönen 1
16. Giovinazzi 1
17. Russell 0
18. Schumacher 0
19. Mazepin 0
20. Latifi 0

Teams
1. Red Bull Racing 286
2. Mercedes 242
3. McLaren 141
4. Ferrari 122
5. AlphaTauri 48
6. Aston Martin 44
7. Alpine 32
8. Alfa Romeo 2
9. Williams 0
10. Haas 0