Lewis Hamilton: Mercedes für Ayrton Senna-Stiftung

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Formel-1-Champion Lewis Hamilton steht der Familie Senna nahe. In São Paulo hat der Weltmeister ein vom brasilianischen Künstler Eduardo Kobra bemaltes Mercedes-Modell der Senna-Stiftung überreicht.

Brasilien ist für Lewis Hamilton etwas ganz Besonderes – wegen Ayrton Senna. Hamilton wählte damals die gelbe Grundfarbe seines Helms, weil der unvergessene brasilianische Rennfahrer sein grosses Idol gewesen ist.

Im vergangenen Juni, als Hamilton Ayrton Sennas Bestmarke von 65 Pole-Positions in der Formel 1 erreichte, war Lewis baff – die Familie Senna hatte eine Helm-Replika von Ayrton organisiert für den Moment, wenn der Engländer die Marke von Senna erreicht.

Und dieser Helm wurde dem perplexen Briten in Montreal überreicht (das Original folgte später). Lewis brauchte einige Momente, bis er seine Sprache wiederfand: «Ayrton Senna ist für mich bis heute eine Inspiration, ich kann der Familie Senna nicht genug danken für diese tolle Geste. Dass mich dann die Senna-Familie so überrascht hat, ich bin völlig von den Socken. Ich habe einige Erinnerungsstücke, aber einen Helm von Senna zu erhalten, das ist wirklich die Krönung.»

«Mir kommen so viele Sachen in den Sinn – ich weiss noch, wie ich als Junge nach Hause eilte, um ein weiteres Abschlusstraining von Senna auf Video zu sehen. Einmal sagte ich: Wenn ich in die Formel 1 komme, dann will ich so viele Poles wie Ayrton erreichen.»

In Brasilien nun hat Hamilton an einer von Mercedes-Sponsor Petronas organisierten Veranstaltung teilgenommen. Vorgestellt wurde dabei das Modell eines Formel-1-Silberpfeils – frisch bemalt vom brasilianischen Künstler Eduardo Kobra. Von dem begeistert an der Kreuzung Paulista und Concolação auch ein 41 Meter hohes Senna-Wandbild.

Kobra hat auf den Rennwagen die markanten Senna-Streifen angebracht, dazu zeigt er auf der Motorverkleidung den Rennfahrer in Siegerpose. Hamilton hat das Modell signiert und dem Senna-Institut geschenkt.

Der Mercedes-Star erhielt von Kobra auch ein Gemälde, das Hamilton mit nach Hause nehmen darf. Der Künstler sagt: «Ich habe ein gutes Dutzend Senna-Werke gemalt, bevor ich die Familie kennengelernt habe. Ich war sehr glücklich, dass ich die Einladung erhalten habe, ein Auto von Hamilton zu bemalen. Lewis und mich verbindet, dass wir beide grosse Senna-Fans sind.»

Das «Instituto Ayrton Senna», im November 1994 gegründet, unterstützt zahllose Projekte in verschiedenen brasilianischen Staaten. Mit Sportprogrammen will man die Kinder von der Strasse holen und den Sport als Erziehungsmittel benutzen, ihnen soziale Werte wie Selbstdisziplin, das Verständnis für Regeln beizubringen und sie dahin zu führen, mit anderen auszukommen. Nicht zuletzt bekommen die Kinder aber die Gelegenheit, wirklich Kind sein zu dürfen und Spass zu haben. Die Kids erhalten durch das Instituto Ayrton Senna die Möglichkeit, in eigenen Werkstätten eine Ausbildung zu machen.

Hamilton ist Brasilien nicht nur wegen Senna eng verbunden: In Interlagos holte er im hochdramatischen WM-Finale von 2008 seinen ersten WM-Titel, ein Überholmanöver zwei Kurven vor Schluss des Rennens sicherte ihm den Titel – einen Punkt vor Brasilien-GP-Sieger Felipe Massa.

Hamilton gibt zu: «Ich habe für Brasilien immer eine Schwäche gehabt, wegen Ayrton Senna. Er ist bis heute auf der ganzen Welt bekannt, und wenn ich jemanden treffen, der mit dem Namen nicht so viel anfangen kann, dann sage ich jeweils – schau dir seine Dokumentation an. Senna ist für mich bis heute ein Massstab.»

Viviane Senna (59), die ältere Schwester von Ayrton, sagte: «Ich mag Lewis, weil seine Zuneigung zu Ayrton echt ist. Die beiden sind durch ihre grossartigen Moment und ihre Rekord verbunden. Ayrton pflegte zu sagen – wenn wir die Welt verändern wollen, dann sollten wir mit den Kindern beginnen. Bei ihrer Ausbildung. Er hat Kids auf der ganzen Welt beeinflusst. Einer davon war ein kleiner Bub aus England, der davon träumte, ein Formel-1-Fahrer zu sein. Und heute stehst du, Lewis, hier und bist der beste GP-Pilot der Welt.»

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