Kimi Räikkönen: «Ich verstehe Nico Rosberg nicht»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Nico Rosberg und Kimi Räikkönen in Monaco

Nico Rosberg und Kimi Räikkönen in Monaco

​Kimi Räikkönen hat in Helsinki sein erstes Buch präsentiert. Dabei sprach der Ferrari-Star auch über Nico Rosberg und dessen neue Karriere als Formel-1-Experte im Fernsehen. Kimi: «Ich verstehe das nicht.»

Frühere GP-Sieger als Formel-1-Experten verschiedener Sender, das ist nichts Neues. Weltmeister Damon Hill analysiert das Geschehen für die britischen Kollegen der Sky, ebenso wie GP-Sieger Johnny Herbert und Sportwagen-Weltmeister Martin Brundle. Formel-1-Champion Jacques Villeneuve gibt seine Meinung bei der italienischen Sky zum Besten und auch auf dem französischen Canal+. GP-Sieger David Coulthard arbeitet für Channel 4, fallweise tritt Sportwagen-Weltmeister Mark Webber vors Mikrofon. Rennlegende Niki Lauda hat jahrelang für RTL zum aktuellen Formel-1-Geschehen Stellung bezogen, diese Rolle wird 2018 von den beiden deutschen Rennfahrern Timo Glock und Nico Rosberg übernommen.

Für Kimi Räikkönen ist die neue Aufgabe von Rosberg unverständlich. In Helsinki hat der Finne sein Buch «Tuntematon Kimi Räikkönen», also der unbekannte Kimi Räikkönen, präsentiert und dabei auch über das Ende seiner eigenen Karriere gesprochen. «Ich verstehe die Denke von Nico Rosberg nicht. Als er Ende 2016 dargelegt hat, wieso er seinen Helm an den Nagel hängt, fand ich das nachvollziehbar und ziemlich cool. Er hat damals auch gesagt, dass es ihm leichtfällt, den Sport hinter sich zu lassen. Aber wieso wird er dann Formel-1-Experte fürs Fernsehen?»

«Ich selber kann mir nicht vorstellen, dass mir das Aufhören grosse Kopfschmerzen bereiten wird. Ganz im Gegenteil werde ich erleichtert sein, dass ich mich mit gewissen Aspekten meines Jobs nicht mehr befassen muss. Ich liebe das Rennfahren noch immer, auf den ganzen Rest kann ich dankend verzichten.»

Und dennoch kann sich Räikkönen eine Rolle vorstellen, die nichts mit dem Fahren zu tun hat: «Es würde mich interessieren, an der Entwicklung zu arbeiten, aber ohne in der Öffentlichkeit zu stehen. Ich werde mich jedenfalls ganz bestimmt nicht mit einem Mikro ins Fahrerlager stellen.»

Was sein Buch angeht, so meint der Formel-1-Champion von 2007: «Es ist wie es ist. Es ist mir wirklich schnuppe, ob es einer mag oder nicht.»

Für alle Menschen, die der finnischen Sprache nicht mächtig sind: Eine englische Version von «Der unbekannte Kimi Räikkönen» soll am 18. Oktober auf den Markt kommen.

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