Sergio Pérez weint Esteban Ocon keine Träne nach

Von Rob La Salle
Sergio Pérez und Esteban Ocon

Sergio Pérez und Esteban Ocon

Zwei Jahre lang waren Sergio Pérez und Esteban Ocon als Force India-Teamkollegen unterwegs – und das ziemlich erfolgreich. Trotzdem ist der Mexikaner nicht traurig, dass sein französischer Nebenmann nun gehen muss.

41 Formel-1-Rennen bestritten Esteban Ocon und Sergio Pérez Seite an Seite für das Team aus Silverstone, das bisher unter dem Namen Force India antrat und 2019 als Racing Point F1 Team gemeldet ist. Doch nun muss Ocon Platz machen für Lance Stroll, der zu jener Mannschaft stösst, die zu Teilen seinem Vater Lawrence gehört.

Obwohl sowohl Ocon als auch der Routinier aus Guadalajara eifrig Punkte sammelten, blieb das Verhältnis der beiden Teamkollegen in den rosa Rennern unterkühlt. Das lag nicht zuletzt an einigen unliebsamen Ereignissen auf der Piste. So weigerte sich etwa Pérez 2017 im Kanada-GP, seinen Teamkollegen auf Anweisung von der Boxenmauer vorbei zu lassen, und nahm diesem somit die Chance, sein Glück am Heck von Daniel Ricciardo zu versuchen und damit vielleicht einen Podestplatz zu erobern.

Ein Rennen später krachte es auf dem Strassenkurs von Baku, und auch auf dem altehrwürdigen Circuit de Spa-Francorchamps gerieten die Streithähne aneinander – dort sogar gleich zwei Mal. Und auch in diesem Jahr gab es ein unliebsames Treffen auf der Piste: Beim Singapur-GP landete Ocon bereits in der ersten Runde in der Streckenbegrenzung, nachdem er mit seinem Teamkollegen zusammengeraten war.

Kein Wunder, erklärt Pérez also auf die Frage, wie das Verhältnis zu seinem bisherigen Stallgefährten war: «Das war ehrlich gesagt nie super. Wir sind beide sehr professionell, aber wir haben ausserhalb des Cockpits kaum Zeit miteinander verbracht. Das war mit meinen früheren Teamkollegen anders.»

«Ich kenne das aber auch von früher, mit Nico Hülkenberg», erzählte der 28-Jährige. «Es ist immer schwierig, denn wir sind sehr ehrgeizig. Deshalb bessert sich das Verhältnis automatisch, wenn man kein Teamkollege mehr ist. Es gibt Fahrer, die nicht trennen können, was im und ausserhalb des Autos passiert. Jeder ist da ein bisschen anders.»

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