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Ferrari unter Druck: Gegner immer noch sauer
Die Coronakrise unterbrach die Bemühungen der sieben Ferrari-Gegner, Details über das «private» FIA-Abkommen zum Ferrari-Motor in Erfahrung zu bringen. Das Thema ist aber noch nicht vom Tisch.
Formel 1
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In Melbourne wollten sich die Vertreter von Mercedes, Red Bull Racing, Renault, Williams, Racing Point und AlphaTauri treffen, um das weitere Vorgehen im Streit um das geheime Abkommen zwischen Ferrari und FIA zu besprechen. Doch die Corona-bedingte Absage des Rennwochenendes hat alle Pläne durchkreuzt, mehr Details zur entsprechenden Vereinbarung in Erfahrung zu bringen.
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Denn der Verdacht, Ferrari habe 2019 zur Leistungssteigerung mehr Benzin als erlaubt eingespritzt, wurde durch die aufwändigen Untersuchungen der FIA am Ferrari-Motor nicht ausgeräumt. Dies, weil der Automobilweltverband die Angelegenheit mit einer "privaten Einigung" abschloss. Doch das wollten die sieben WM-Gegner, nicht hinnehmen, gleich zwei offene Briefe wurden verfasst, in denen mehr Informationen gefordert wurden. Diesem Wunsch kam Ferrari bisher nicht nach, und das sorgt für rote Köpfe bei der Konkurrenz. Auf die Affäre angesprochen, erklärte etwa Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner im Rahmen des Saisonauftakts in Spielberg: "Es ist schon unangenehm, wenn es solch eine Einigung zur Legalität des Autos gibt, da kommt gleich die Frage auf, was diese Übereinkunft beinhaltet." "Die FIA hat bereits gesagt, dass man dieses Dokument gerne offenlegen würde, aber dazu brauchen sie natürlich die Genehmigung der anderen Unterzeichner. Es erregt nur Verdacht, wenn private Abkommen bei Fragen zur Legalität getroffen werden. Es wäre also am gesündesten, wenn man alle Karten auf den Tisch legt, damit jeder sieht, worum es geht. Die FIA hat gesagt, dass sie dazu bereit ist. Es wäre grossartig, wenn Ferrari das auch ist", fügte der Brite an.
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Und Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff stellte klar: "Wir haben uns in dieser Angelegenheit nicht zurückgezogen. In Melbourne haben wir uns schlicht dazu entschieden, dass es angesichts der schlimmen Corona-Situation in Italien und der Lage in Melbourne nicht der richtige Zeitpunkt für eine zusätzliche Kontroverse war. Aber wir sind nicht glücklich darüber." Man werde nach dem Saisonstart eine Neubewertung vornehmen, erklärte der Wiener weiter.
Ferrari-Teamchef Mattia Binotto verteidigte sich kurz danach: "Die Antwort ist ganz einfach. Erstens gab es keinen klaren Verstoss gegen das Reglement, sonst wären wir disqualifiziert worden. Der Grund, warum wir nichts offenlegen worden, ist schlicht, dass alles, was wir erklären müssen, geistiges Eigentum an unserem Projekt betrifft. Und keiner im Fahrerlager wäre bereit, Informationen über die eigenen Projekte zu veröffentlichen. Es ist vertraulich und der Schutz des geistigen Eigentums ist der Grund, warum wir kein Interesse an einer Offenlegung haben."
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