Mattia Binotto (Ferrari): Dämpfer für die Tifosi

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Solider Auftritt von Charles Leclerc und Carlos Sainz beim Formel-1-WM-Auftakt 2021 in Bahrain: Ränge 6 und 8. Aber Ferrari-Teamchef Mattia Binotto will keine übertriebene Hoffnung der Tifosi schüren.

Ferrari hat beim WM-Auftakt in Bahrain besser abgeschnitten als viele GP-Fans erwartet hatten, nach der desaströsen Saison 2020 (kein Sieg, nur sechster Platz in der Konstrukteurs-Meisterschaft). Dann stellte Charles Leclerc seinen Ferrari auf den vierten Startplatz, im Rennen wurde der Monegasse solider Sechster. Ferrari-Neuling Carlos Sainz erreichte Rang 8, kritisierte sich selber danach, er sei zu konservativ vorgegangen und werde künftig mehr riskieren.

Alles in allem war das kein berauschender Auftritt von Ferrari im Königkreich Bahrain, aber ein ermutigender. Die Frage ist: Wie geht das in Imola weiter? Immerhin hatte Teamchef Mattia Binotto im Winter als Saisonziel 2021 formuliert, ein Wörtchen mitreden zu wollen um WM-Schlussrang 3.

Aber Binotto sagte auch: 2022 ist wichtiger als 2021. «Denn dann schreiten wir mit anderen Rennwagen in eine neue Ära. Im kommenden Jahr müssen wir vorne mitmischen können. Wenn du 2022 die Saison bereits mit einem Rückstand beginnen musst, so wird es 2023 noch schwieriger, diese Lücke zu schliessen. Also hat die Entwicklung des 2022er Rennwagens für uns Priorität. Ich gehe also davon aus: Wir werden den nächstjährigen Wagen nur dann intensiv entwickeln, sollten wir ein richtiges Problem haben; oder sollte sich ein Aspekt von 2021 ergeben, aus dem wir für 2022 etwas lernen können.»

Nach dem WM-Beginn in Bahrain zerstört Binotto die Hoffnung der Tifosi, dass Leclerc und Sainz bald um Podestränge kämpfen werden: «Der Abstand zur Spitze ist noch immer gross, also haben wir einen langen Weg vor uns. Wie konkurrenzfähig wir sind, wird auch von Strecke zu Strecke variieren. Und nochmals – wir werden uns nicht allzu lange mit Entwicklungen für 2021 aufhalten, weil wir unsere Ressourcen auf 2022 bündeln, und ich bin mir sicher, das machen andere Rennställe ebenfalls.»

«Wir werden jetzt drei oder vier Rennen benötigen, um mit Sicherheit sagen zu können, welches das exakte Potenzial des 2021er Autos ist.»

Bahrain-GP in Sakhir

01. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:32:03,897 h
02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +0,745 sec
03. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +37,383
04. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +46,466
05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +52,047
06. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +59,090
07. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1:06,004 min
08. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +1:07,100
09. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1:25,692
10. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1:26,713
11. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1:28,864
12. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
13. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1 Runde
14. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
15. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
16. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
Out
Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda (Fahrzeug nach Kollision beschädigt)
Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes (Turbolader)
Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault (Bremsen)
Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari (Unfall)



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