Sergio Pérez auch 2022 mit Verstappen? Kurs stimmt

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sergio Pérez

Sergio Pérez

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner verrät, wie schnell Baku-Sieger Sergio Pérez wirklich gewesen ist und wie die Chancen des Mexikaners stehen, auch 2022 neben Verstappen zu fahren.

Erstmals seit 2018 hat Red Bull Racing wieder zwei Siegfahrer im Team: Damals griffen Daniel Ricciardo und Max Verstappen ins Lenkrad der RBR-Renner, jetzt sind es Verstappen und der Mexikaner Sergio Pérez.

Ohne den Reifenplatzer am Wagen von Verstappen hätte Red Bull Racing den ersten Doppelsieg seit Malaysia 2016 sichergestellt (Ricciardo vor Verstappen), aber als der linke Hinterreifen am Wagen von Max kaputtging, tat Pérez genau dies, wofür er von den vierfachen Weltmeistern aus Milton Keynes verpflichtet worden ist – zur Stelle sein und Chancen nutzen.

Pérez hat in Baku bewiesen, dass er dazu in der Lage ist; der junge Alex Albon war 2020 diesen Beweis schuldig geblieben. Sergio Pérez hat mit seinem zweiten GP-Sieg nach Sakhir 2020 die Bestmarke mexikanischer GP-Piloten egalisiert – auch der unvergessene Pedro Rodríguez hatte zwei WM-Läufe für sich entscheiden können (Südafrika 1967 mit Cooper-Maserati sowie Belgien 1970 mit BRM).

In Aserbaidschan wirkten Pérez und sein Red Bull Racing RB16B-Honda erstmals ein ganzes Wochenende lang wie aus einem Guss. Er hat seinen sechsten Grand Prix für das Team gewinnen können, damit schneidet er im Vergleich mit den vier anderen RBR-Siegfahrern so ab:

Sebastian Vettel 2009: Sieg im 3. GP (Shanghai)
Mark Webber 2009: Sieg im 44. GP (Nürburgring)
Daniel Ricciardo 2014: Sieg im 7. GP (Montreal)
Max Verstappen 2016: Sieg im 1. GP (Barcelona)
Sergio Pérez 2021: Sieg im 6. GP (Baku)

RBR-Teamchef Christian Horner ist überglücklich: «Wir wussten angesichts früherer Rennen hier, dass Sergio in Baku überaus stark fährt. Aber wir hätten nicht geahnt, wie stark er wirklich ist. Er war vom ersten Training an auf Top-Speed und liess sich nur im Qualifying zu einem Fehler hinreissen.»

«Sein Tempo im Rennen war rundweg phänomenal. Wenn er bei seinem Boxenstopp nicht etwas spät angehalten hätte, wäre er ungefähr auf Höhe von Verstappen wieder auf die Bahn zurück gekommen, so schnell war er zuvor bei freier Strecke gewesen – überaus eindrucksvoll.»

Und dann musste der inzwischen 197fache GP-Teilnehmer auch noch den Druck eines gewissen Lewis Hamilton aushalten. Christian Horner weiter: «Die Art und Weise, wie er Lewis kontrolliert hat, das war Extraklasse. Und wir wissen, welch ein Moral-Turbo der Sieg für einen Piloten ist. Er hat unsere Erwartungen übertroffen.»

«Endlich haben wir zwei Fahrer, die ein Wörtchen um Podestränge mitreden. Du hast einfach einen Pfeil mehr im Köcher, wenn du weisst, dass auch der zweite Fahrer einen Sieg einfahren kann. Zwei Fahrer, die regelmässig üppig punkten, das ist genau, was wir gesucht hatten. Ich freue mich wahnsinnig für ihn, dass sich all seine harte Arbeit mit dem Team in den vergangenen Wochen bezahlt macht.»

Bedeutet dies, dass wir bei Red Bull Racing 2022 erneut Max Verstappen und Sergio Pérez erleben werden? Christian Horner: «Für die Antwort auf diese Frage haben wir noch genug Zeit. Sergio leistet tolle Arbeit – er soll einfach so weitermachen.»

Aserbaidschan-GP, Baku

01. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:39:40,034h
02. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1,421 sec
03. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +2,865
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +3,995
05. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +4,918
06. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +6,604
07. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +7,063
08. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +7,936
09. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +9,132
10. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +10,021
11. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +10,727
12. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +11,748
13. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +14,018
14. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +14,615
15. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +17,789
16. Nicholas Latifi* (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +13,052
*10-sec-Stop-and-Go-Strafe in 30-Sek-Zeitstrafe umgewandelt (Boxengasse während der Gelbphase nicht genutzt)
Out
George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, Getriebedefekt
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, Reifenschaden, Unfall
Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, Reifenschaden, Unfall
Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, Motordefekt

WM-Stand nach 6 von 22 Rennen

01. Verstappen 105 Punkte
02. Hamilton 101
03. Pérez 69
04. Norris 66
05. Leclerc 52
06. Bottas 47
07. Sainz 42
08. Gasly 31
09. Vettel 28
10. Ricciardo 26
11. Alonso 13
12. Ocon 12
13. Stroll 9
14. Tsunoda 8
15. Räikkönen 1
16. Giovinazzi 1
17. Schumacher 0
18. Russell 0
19. Mazepin 0
20. Latifi 0

Konstrukteurs-Meisterschaft
01. Red Bull Racing 174 Punkte
02. Mercedes 148
03. Ferrari 94
04. McLaren 92
05. AlphaTauri 39
06. Aston Martin 37
07. Alpine 25
08. Alfa Romeo 2
09. Haas 0
10. Williams 0


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