Mika Häkkinen über Sebastian Vettel: Nächster Schritt

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel hat für Aston Martin den ersten Podestplatz des englischen Traditionsherstellers in der Formel 1 erobert – Rang 2 in Baku. Weltmeister Mika Häkkinen sagt, was er Vettel 2021 noch alles zutraut.

Grenzenloser Jubel bei Aston Martin nach dem Grossen Preis von Aserbaidschan: Der vierfache Formel-1-Champion Sebastian Vettel spielte im turbulenten Strassenrennen von Baku seine ganze Erfahrung aus und eroberte einen tollen zweiten Rang – die erste Podestplatzierung von Aston Martin in der Königsklasse.

Der zweifache Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen hat sich sehr über die Leistung des Heppenheimers gefreut. Der 52jährige Finne sagt in seinem GP-Rückblick von Unibet: «Es war wirklich fantastisch, ihn wieder auf dem Siegerpodest und so glücklich zu sehen. Sebastian hatte 2020 bei Ferrari eine ganz schwierige Saison, und einige Leute hatten sich schon gefragt, ob wir nochmals den alten Vettel zu sehen bekommen würden.»

Der 20fache GP-Sieger Häkkinen weiter: «Ein vierfacher Weltmeister weiss eben genau, wie er aus solch einem Rennen das Beste macht. Grundlage für sein hervorragendes Ergebnis war ein sehr langer erster Rennteil, damit hatte er im späteren Verlauf des Grand Prix frischere Reifen als die Gegner und konnte besser attackieren.»

Häkkinen, Weltmeister 1998 und 1999 mit McLaren-Mercedes, findet: «Sebastian ist ein überaus kampfstarkes Rennen gefahren, mit einigen Überholmanövern, die ein reiner Leckerbissen waren. Dieses Ergebnis gibt ihm und dem ganzen Team einen enormen Schub.»

Für Häkkinen ist klar: Das war nur der Anfang. «Aston Martin hatte nicht den einfachsten ersten Saisonteil, aber es ist offensichtlich, dass sich Vettel inzwischen im Wagen viel wohler fühlt. Wenn er weiterhin so Vertrauen tankt wie in Baku, dann bin ich überzeugt – Baku ist nicht das einzige Mal, dass er 2021 auf dem Siegerpodest zu sehen ist.»

Aserbaidschan-GP, Baku

01. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:39:40,034h
02. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1,421 sec
03. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +2,865
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +3,995
05. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +4,918
06. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +6,604
07. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +7,063
08. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +7,936
09. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +9,132
10. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +10,021
11. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +10,727
12. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +11,748
13. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +14,018
14. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +14,615
15. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +17,789
16. Nicholas Latifi* (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +13,052
*10-sec-Stop-and-Go-Strafe in 30-Sek-Zeitstrafe umgewandelt (Boxengasse während der Gelbphase nicht genutzt)
Out
George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, Getriebedefekt
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, Reifenschaden, Unfall
Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, Reifenschaden, Unfall
Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, Motordefekt

WM-Stand nach 6 von 22 Rennen

01. Verstappen 105 Punkte
02. Hamilton 101
03. Pérez 69
04. Norris 66
05. Leclerc 52
06. Bottas 47
07. Sainz 42
08. Gasly 31
09. Vettel 28
10. Ricciardo 26
11. Alonso 13
12. Ocon 12
13. Stroll 9
14. Tsunoda 8
15. Räikkönen 1
16. Giovinazzi 1
17. Schumacher 0
18. Russell 0
19. Mazepin 0
20. Latifi 0

Konstrukteurs-Meisterschaft
01. Red Bull Racing 174 Punkte
02. Mercedes 148
03. Ferrari 94
04. McLaren 92
05. AlphaTauri 39
06. Aston Martin 37
07. Alpine 25
08. Alfa Romeo 2
09. Haas 0
10. Williams 0

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