Charles Leclerc über Sebastian Vettel: Extreme Freude

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel und Charles Leclerc

Sebastian Vettel und Charles Leclerc

Sie waren Rivalen bei Ferrari, aber Charles Leclerc hat immer betont, wie sehr er Sebastian Vettel als Stallgefährten schätze. In Baku sagt der Monagasse: «Ich freue mich extrem für Sebastian.»

Sebastian Vettel ist zwei Saisons lang bei Ferrari an der Seite von Charles Leclerc gefahren. Während Leclerc in dieser Zeit Vettel den Rang abgefahren hat und die Zukunftshoffnung der Roten ist, zog Vettel nach einem enttäuschenden Jahr 2020 weiter und heuerte bei Aston Martin an. Vettel und Leclerc haben sich als Teamkollegen bis auf die eine oder andere Reiberei gut verstanden, das haben beide stets betont.

Leclerc sagte: «Ich war immer beeindruck von seiner Erfahrung. In manchen Situationen hatte er grossartige analytische Fähigkeiten. In dieser Hinsicht habe ich eine Menge von Seb gelernt. Er ist einer, der sehr viel auf Details legt, und das hat am Ende auf der Strecke einen grossen Unterschied gemacht. Für mich war es sehr interessant, seine Arbeit zu beobachten. Ausserdem ist Seb einfach eine sehr gute Person. Seine Bescheidenheit hat mich beeindruckt.»

Auch in Baku wurde Rad um Rad gekämpft, und Leclerc sagt: «Wenn wir uns im Rennwagen nahe kommen, dann denkt er sicher nicht: ‘Ah, mein Stallgefährte von früher.’ Wenn ich das Visier zuklappe, ist kein Platz für solche Gedanken, und das ist bei ihm genau so.»

«In Baku hat mich die Leistung von Aston Martin sehr erstaunt. Ich hätte nicht erwartet, dass die so schnell sein würden. Es würde mich schon interessieren, wie sie einen solchen Schritt nach vorne machen konnten. Was Seb angeht, so freue ich mich extrem für ihn, dass er als Zweiter aufs Siegerpodest konnte. Ich freue mich auch für meinen Kumpel Pierre Gasly. Es war in diesem letzten Zweirundensprint Richtung Ziel knapp – sie waren etwas schneller.»

«Für mich war aber auch wichtig, dass ich Lando Norris hinter mir halte. Der wahre Kampf von Ferrari ist nicht gegen Aston Martin oder AlphaTauri, sondern gegen McLaren.»

Aserbaidschan-GP, Baku

01. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:39:40,034h
02. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1,421 sec
03. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +2,865
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +3,995
05. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +4,918
06. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +6,604
07. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +7,063
08. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +7,936
09. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +9,132
10. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +10,021
11. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +10,727
12. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +11,748
13. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +14,018
14. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +14,615
15. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +17,789
16. Nicholas Latifi* (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +13,052
*10-sec-Stop-and-Go-Strafe in 30-Sek-Zeitstrafe umgewandelt (Boxengasse während der Gelbphase nicht genutzt)
Out
George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, Getriebedefekt
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, Reifenschaden, Unfall
Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, Reifenschaden, Unfall
Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, Motordefekt

WM-Stand nach 6 von 22 Rennen

01. Verstappen 105 Punkte
02. Hamilton 101
03. Pérez 69
04. Norris 66
05. Leclerc 52
06. Bottas 47
07. Sainz 42
08. Gasly 31
09. Vettel 28
10. Ricciardo 26
11. Alonso 13
12. Ocon 12
13. Stroll 9
14. Tsunoda 8
15. Räikkönen 1
16. Giovinazzi 1
17. Schumacher 0
18. Russell 0
19. Mazepin 0
20. Latifi 0

Konstrukteurs-Meisterschaft
01. Red Bull Racing 174 Punkte
02. Mercedes 148
03. Ferrari 94
04. McLaren 92
05. AlphaTauri 39
06. Aston Martin 37
07. Alpine 25
08. Alfa Romeo 2
09. Haas 0
10. Williams 0

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