Valtteri Bottas bei Mercedes: Was am meisten schmerzt

Von Mathias Brunner
Valtteri Bottas

Valtteri Bottas

Valtteri Bottas liegt auf WM-Zwischenrang 4, seine Zukunft bei Mercedes ist ungewiss. Der 31-jährige Finne spricht über seine Position als Nachfolger von Nico Rosberg an der Seite von Lewis Hamilton.

Valtteri Bottas weiss nicht, ob er für 2022 nochmals einen Vertrag bei Mercedes erhält. Formel-1-Champion Damon Hill ist überzeugt, dass der junge George Russell das Cockpit des Finnen übernehmen wird, um in der kommenden Saison an der Seite von Lewis Hamilton zu fahren.

Bottas ist seit bald einem Jahr, seit Russland 2020, ohne Sieg, und der jüngste Crash kurz nach dem Start zum Grossen Preis von Ungarn hat seine Chancen bei Mercedes nicht verbessert. Von den FIA-Regelhütern kassierte der 31-jährige Finne deswegen eine Strafe – beim kommenden Grand Prix von Belgien muss er um fünf Startränge zurück. Auf dem Portal des Online-Modehändlers Hypebeast spricht Bottas über seine Position als Nachfolger von Nico Rosberg bei Mercedes und das Leben an der Seite des siebenfachen Weltmeisters Lewis Hamilton.

Bottas, der bislang neun Formel-1-Rennen gewinnten konnte, sagt: «Als ich zu Mercedes kam, trat ich in grosse Fussstapfen. Immerhin ersetzte ich den Weltmeister. In diesem Sport stehst du immer unter Druck, aber das war schon ein grosser Schritt in meiner Karriere. Ich musste stets das Beste aus meiner Position machen, um eine Vertragsverlängerung zu erhalten. In der Formel 1 musst du dich ständig beweisen. Im Laufe der Jahre gewöhnst du dich an diesen Druck.»

Bottas über Hamilton: «Es ist nicht einfach, sein Stallgefährte zu sein. Denn er ist ziemlich schnell, in der Qualifikation, vor allem aber im Rennen. Er hat mich dazu gebracht, noch mehr aus mir herauszuholen. Ich weiss: Nur wenn ich absolut alles gebe, kann ich ihn schlagen. Das ist auf der einen Seite überaus anstrengend, auf der anderen Seite auch sehr motivierend.»

Kein Formel-1-Fahrer ist 2021 öfter ausgefallen als Valtteri Bottas: Unfall mit George Russell in Imola, klemmende Radmutter in Monte Carlo, Unfall kurz nach dem Start in Ungarn.

Valtteri meint: «Wenn das Pech knüppeldick kommst, weiss ich oft nicht, ob ich weinen oder lachen soll. Letztlich gibt es Dinge, welche du nicht beeinflussen kannst, also musst du das alles hinter dir lassen. Was mich am meisten schmerzt: Wenn ich selber einen Fehler gemacht habe und weiss, dass ich mehr aus einem Rennen hätte machen können.»

Ungarn-GP, Budapest

01. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:40:00,248h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +2,736
03. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +15,018
04. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +15,651
05. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +1:03,614 min
06. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1:15,803
07. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1:17,910
08. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1:19,094
09. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:20,244
10. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
11. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde
12. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
13. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
Out
Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, Kollision
Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, Kollision
Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, Kollision
Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, Kollision
Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, Kollision
Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, Kollision
Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, Disqualifikation, zu wenig Sprit

WM-Stand nach 11 von 23 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 195 Punkte
2. Verstappen 187
3. Norris 113
4. Bottas 108
5. Pérez 104
6. Sainz 83
7. Leclerc 80
8. Gasly 50
9. Ricciardo 50
10. Ocon 39
11. Alonso 38
12. Vettel 30
13. Tsunoda 18
14. Stroll 18
15. Latifi 6
16. Russell 4
17. Räikkönen 2
18. Giovinazzi 1
19. Schumacher 0
20. Mazepin 0

Teams
1. Mercedes 303
2. Red Bull Racing 291
3. Ferrari 163
4. McLaren 163
5. Alpine 77
6. AlphaTauri 68
7. Aston Martin 48
8. Williams 10
9. Alfa Romeo 3
10. Haas 0

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