Carlos Sainz im Ferrari: Viel Lob und ein Tadel

Von Mathias Brunner
Carlos Sainz nach seinem zweiten Platz in Monaco 2021

Carlos Sainz nach seinem zweiten Platz in Monaco 2021

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto anerkennt die schöne Leistung von Carlos Sainz: Der Spanier liegt nach elf Rennen in der WM vor seinem Stallgefährten Charles Leclerc. Binotto deponiert aber auch Tadel.

Im Rahmen des Grossen Preises von Ungarn hat Ferrari-Teamchef Mattia Binotto nach elf Saisonläufen eine Zwischenbilanz gezogen. Der Italiener sagte über den Spanier Carlos Sainz: «Carlos hat sich bei uns prächtig eingelebt. Er wird von Rennen zu Rennen stärker. Er hält Charles Leclerc auf Trab, und wenn ich mir ansehe, dass die beiden in der Fahrer-WM gleichauf liegen, so wird deutlich, wie wichtig es ist, zwei starke Fahrer zu haben. Ich glaube, Charles und Carlos werden uns in den kommenden Jahren noch viel Freude machen.»

Sainz selber hat sehr selbstkritisch festgehalten, dass von ihm noch viel mehr kommen müsse; vor allem wolle er in er zweiten Saisonhälfte komplettere GP-Wochenenden zeigen. Und genau an dieser Stelle setzt Binotto mit einem Tadel an: «Carlos hat es angesprochen, und ich stimme ihm zu – es gibt zu oft den einen oder anderen Fehler, sei dies in der Qualifikation oder im Rennen. Er muss es ab Belgien regelmässiger schaffen, ein makelloses Wochenende zu zeigen.»

Binotto lobt den Madrilenen jedoch: «Sein Speed hat hier bei Ferrari keinen überrascht. Wir wussten ganz genau, wieso wir ihn holen wollten. Als wir damals die Kandidaten prüften, haben wir die Qualitäten der verschiedenen Piloten sehr gründlich analysiert. Es hat sich gezeigt, dass Sainz sich genau durch jene Merkmale auszeichnet, die ihn für uns aufdrängten – hoher Grund-Speed und konstante Leistungen in den Rennen.»

«Die Leute vergessen bisweilen, dass er an der Seite von Max Verstappen für Toro Rosso gefahren ist und dort sehr gut abgeschnitten hat. Und er zeigte bei McLaren Lando Norris die Stirn, inzwischen kann jeder sehen, wie stark der Engländer fährt, und das wiederum ist ein Hinweis darauf, wie konkurrenzfähig Carlos ist.»

Ungarn-GP, Budapest

01. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:40:00,248h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +2,736
03. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +15,018
04. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +15,651
05. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +1:03,614 min
06. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1:15,803
07. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1:17,910
08. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1:19,094
09. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:20,244
10. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
11. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde
12. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
13. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
Out
Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, Kollision
Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, Kollision
Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, Kollision
Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, Kollision
Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, Kollision
Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, Kollision
Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, Disqualifikation, zu wenig Sprit

WM-Stand nach 11 von 23 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 195 Punkte
2. Verstappen 187
3. Norris 113
4. Bottas 108
5. Pérez 104
6. Sainz 83
7. Leclerc 80
8. Gasly 50
9. Ricciardo 50
10. Ocon 39
11. Alonso 38
12. Vettel 30
13. Tsunoda 18
14. Stroll 18
15. Latifi 6
16. Russell 4
17. Räikkönen 2
18. Giovinazzi 1
19. Schumacher 0
20. Mazepin 0

Teams
1. Mercedes 303
2. Red Bull Racing 291
3. Ferrari 163
4. McLaren 163
5. Alpine 77
6. AlphaTauri 68
7. Aston Martin 48
8. Williams 10
9. Alfa Romeo 3
10. Haas 0

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