Alpine: Tiefstapeln nach dem Sieg in Ungarn

Von Agnes Carlier
Renault-Direktor Marcin Budkowski

Renault-Direktor Marcin Budkowski

Die Freude über den ersten GP-Sieg von Esteban Ocon hält weiter an, dennoch bleibt Alpine-Direktor Marcin Budkowski mit Blick auf den anstehenden Grand Prix in Belgien bescheiden.

Natürlich profitierte Esteban Ocon bei seiner Siegesfahrt auf dem Hungaroring von den Startcrash-Ausfällen. Dennoch war die Leistung des strahlenden Siegers beachtlich, er machte alles richtig und behielt auch einen kühlen Kopf, als er Sebastian Vettel im Nacken hatte. Mit etwas Schützenhilfe seines Alpine-Teamkollegen Fernando Alonso, der Lewis Hamilton über Runden aufhielt, schaffte es der junge Franzose als Erster über die Ziellinie.

Die Freude über den Debütsieg des 24-Jährigen ist auch Wochen nach dessen Triumphfahrt zu spüren, wie Alpine-Direktor Marcin Budkowski erklärt: «Der Sieg kam auch dank der Umstände zustande und ist nicht alleine auf unsere Performance zurückzuführen, aber wir waren am richtigen Ort, um die Chance zu nutzen, die sich uns bot. Und das haben wir dann auch in bester Manier getan, wir lagen in 67 der 70 Rennrunden in Führung. Und auch wenn das Rennen nun schon Wochen her ist, kann man im Team immer noch die gute Stimmung spüren.»

«Das war ein sehr wichtiger Meilenstein für das Team und eine riesige Motivationsspritze für alle in Viry und Enstone. Nun wissen wir, wie gut sich Siege anfühlen, deshalb werden wir noch härter arbeiten, um unsere Ziele zu erreichen und in Zukunft regelmässig um den Sieg zu kämpfen», fügt der Pole kämpferisch an.

Angesichts des anstehenden Rennwochenendes auf dem Circuit de Spa-Francorchamps bleibt Budkowski dennoch vorsichtig. Er erklärt: «Wir wissen, dass diese Strecke nicht ganz so gut zu unserem Auto passt. Doch wir werden für das Rennen hier und in Monza spezielle Flügel mit geringem Abtrieb mitbringen, auch wenn wir die Entwicklung des diesjährigen Renners schon vor einer Weile eingestellt haben.»

Der 44-Jährige weiss: «In Spa kann das Wetter unberechenbar sein und nach aktueller Vorhersage dürfte es auch an diesem Wochenende eine Rolle spielen. Aber Esteban hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er auf nasser Bahn gut zurechtkommt, und Fernandos Erfahrung ist gerade bei schwierigen Bedingungen ein grosser Vorteil.» Und er betont: «Wir wollen da sein, um die Gelegenheit zu nutzen, wenn sich eine ergibt.»

Ungarn-GP, Budapest

01. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:40:00,248h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +2,736
03. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +15,018
04. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +15,651
05. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +1:03,614 min
06. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1:15,803
07. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1:17,910
08. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1:19,094
09. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:20,244
10. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
11. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde
12. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
13. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
Out
Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, Kollision
Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, Kollision
Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, Kollision
Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, Kollision
Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, Kollision
Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, Kollision
Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, Disqualifikation, zu wenig Sprit

WM-Stand nach 11 von 23 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 195 Punkte
2. Verstappen 187
3. Norris 113
4. Bottas 108
5. Pérez 104
6. Sainz 83
7. Leclerc 80
8. Gasly 50
9. Ricciardo 50
10. Ocon 39
11. Alonso 38
12. Vettel 30
13. Tsunoda 18
14. Stroll 18
15. Latifi 6
16. Russell 4
17. Räikkönen 2
18. Giovinazzi 1
19. Schumacher 0
20. Mazepin 0

Teams
1. Mercedes 303
2. Red Bull Racing 291
3. Ferrari 163
4. McLaren 163
5. Alpine 77
6. AlphaTauri 68
7. Aston Martin 48
8. Williams 10
9. Alfa Romeo 3
10. Haas 0

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Ferrari: Wer soll auf dem Schleudersitz Platz nehmen?

Mathias Brunner
Es ist einer der reizvollsten Posten in der Königsklasse, aber ein Job mit Stress-Garantie: Teamchef bei Ferrari. Mattia Binotto hatte davon die Nase voll, aber wer soll folgen? Erneut gibt’s bei Ferrari viel Unruhe.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Di.. 06.12., 06:00, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:23, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:32, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:40, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:50, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:54, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:59, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 07:09, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 07:20, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 07:28, ORF Sport+
    silent sports +
» zum TV-Programm
3