Sebastian Vettel: Ralf Schumacher witterte Rücktritt

Von Mathias Brunner
Seit 16. September ist klar: Sebastian Vettel fährt auch 2022 für Aston Martin Formel 1. Bis letzte hatte es an der Fortsetzung der Karriere Zweifel gegeben, auch beim sechsfachen GP-Sieger Ralf Schumacher.

Wochenlang gab es von Sebastian Vettel nur ausweichende Antworten, was seine Zukunft bei Aston Martin angeht. Natürlich schürte das Zweifel, ob es mit dem vierfachen Weltmeister bei Aston Martin 2022 weitergeht. Seit 16. September steht fest – die Fans von Vettel dürfen ihrem Favoriten auch in der kommenden GP-Saison die Daumen drücken, es bleibt bei den Grünen alles beim Alten, Vettel fährt weiterhin neben dem Kanadier Lance Stroll.

Damit ist Deutschland erneut mit zwei Piloten im Feld vertreten: mit Vettel bei Aston Martin und mit Mick Schumacher bei Haas. Das freut auch den 180-fachen GP-Teilnehmer und heutigen Formel-1-Experten der deutschen Sky, Ralf Schumacher. Der sechsfache GP-Sieger hat so auf die Bekanntmachung von Aston Martin reagiert: «Ich freue mich tierisch, dass sich Sebastian so entschieden hat. Für die Formel 1 weltweit. Eine Persönlichkeit und einen Champion wie Sebastian Vettel zu verlieren, wäre für den ganzen Sport schade gewesen.»

Der 180-fache GP-Teilnehmer Ralf Schumacher (WM-Vierter 2001 und 2002) gibt zu, dass auch er Zweifel an der Fortsetzung von Vettels Karriere hatte. Schumacher begründet das so: «Er war sich zu verschiedenen Punkten einige Male überaus kritisch geäussert. Wir wissen, wie sehr ihm das Thema Umweltschutz am Herzen liegt, was ich toll finde. Doch in Zandvoort war er sehr schlecht gelaunt, und es gab erneut kritische Worte zum ganzen Umweltthema in der Formel 1 und auch drum herum. Da hatte ich Bedenken und dachte: ‘Hm, jetzt ist er schon so weit und denkt über alles nach, und will vielleicht auch Zeit mit der Familie verbringen?’»

Abwegig ist diese Denke nicht, denn der 46-jährige Schumacher vertieft: «Ich kenne diese Situation selber, wenn man sich hinsetzt und nicht mehr so richtig Spaß hat; man reist, die Familie ist zu Hause, man ist alleine an der Rennstrecke und stellt sich Sinnfragen.»

Am Feuer für die Formel 1, das in Sebastian brennt, hat Schumacher nie gezweifelt: «Bei Rennen wie in Ungarn, wo Vettel fast gewonnen hätte, sieht man das Leuchten in seinen Augen. Das ist der Sebastian Vettel, wie wir ihn kennen.»

Grand Prix von Italien

01. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes
02. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes
03. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21
05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda
06. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21
07. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes
08. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault
09. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes
10. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault
11. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes
12. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes
13. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari
14. Robert Kubica (PL), Alfa Romeo C41-Ferrari
15. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari
Out
Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari (Motorschaden)
Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12 (Unfall)
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda (Unfall)
Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda (Aufhängungsdefekt)
Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda (Bremsdefekt)

WM-Stand nach 14 von 21 Rennen

Fahrer
1. Verstappen 226,5 Punkte
2. Hamilton 221,5
3. Bottas 141
4. Norris 132
5. Pérez 118
6. Leclerc 104
7. Sainz 97,5
8. Ricciardo 83
9. Gasly 66
10. Alonso 50
11. Ocon 45
12. Vettel 35
13. Stroll 24
14. Tsunoda 18
15. Russell 15
16. Latifi 7
17. Räikkönen 2
18. Giovinazzi 1
19. Schumacher 0
20. Kubica 0
21. Mazepin 0

Teams
1. Mercedes 362,5
2. Red Bull Racing 344,5
3. McLaren 215
5. Ferrari 201.5
5. Alpine 95
6. AlphaTauri 84
7. Aston Martin 59
8. Williams 22
9. Alfa Romeo 3
10. Haas 0

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